Beim Kohlenladen fiel mir ein armlanger Brocken auf die frosterstarrte Hand. Es gab eine kleine Quetschung und eine Hautabschürfung, die natürlich eiterte. Da ich immer weiterarbeitete, platzte die Wunde jeden Tag aufs neue auf. Schließlich entwickelte sich ein mächtiges Ge­schwür, die Hand schwoll an. Die Kumpels mit Lazarett­erfahrung rieten mir, beim Ausmarsch eine Ohnmacht zu markieren, damit ich einen Tag Innendienst hatte, aber geh' nicht ins Lazarett, sagten sie.

Ich hatte damals noch einen zivilen Dickkopf. Ein Laza­rett ist für derartige Sachen da, sagte ich mir. Ich mel­dete mich ins Lazarett. Der Herr des Lazaretts, ein langer Wachtmeister, der einen Sanitätskursus vor langen Jah­ren gemacht hatte, machte mir mit dem Messer einen tie­fen Schnitt in das Geschwür und drückte mit Macht den Eiter heraus. Ich wußte, daß das Unsinn war. Das Ge­schwür war noch nicht reif. Aber ein Sträuben gab's nicht, ich biß die Zähne zusammen, denn der Schmerz war nicht gering. Hinterher hatte ich noch stundenlang starke Schmerzen, und abends zogen sich zwei rote Streifen bis zur Achsel hinauf. Ich fühlte mich elend, der Arm war heiß und unten geschwollen. Am nächsten Tag ließ ich mich wieder beim Lazarett vorführen, das mit einer schweren Gittertür verschlossen war. Der Sanitätswachtmeister kam, stieß mich durch das Gitter mit dem Schlüsselbund grob in die Achsel und schrie böse, wegen solcher Klei­nigkeit solle ich mich zum Teufel scheren. Die Tür war noch geschlossen, so daß er mich nicht eigenhändig die Treppe hinunterstoßen konnte, wie es sein Brauch war. Ich ging.

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