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sehen Sie sich das mal an.

Der furchtbarste Moment meines Gefangenendaseins war gekommen. Ich trat zum Tisch, aber dann ließ ich die Hände nach einem schnellen Blick auf den lauernden Wachtmeister sinken, der gespannt an der Tür stand. Wenn ich den Zettel schnell in den Mund stecke und ver- schlucke, so ist er aus der Welt. Es wird einen Tumult geben. Er wird mich niederschlagen, vielleicht schießen. Aber der Zettel ist weg! Der Mann hat jedoch bestimmt den Zettel gelesen, er wird später als Zeuge fungieren. Also ist es sinnlos, den Zettel zu vernichten. Und wenn ich dem Mann an die Gurgel gehe?

Ich stehe wie erstarrt in dieser Versuchung, die mich böse blendet. Ich spanne die Muskeln, meine Nerven ver- sagen.

Plötzlich erwache ich aus dieser gefährlichsten Sekun- de. Ich weiß, daß ich noch nicht frei bin, selbst wenn ich diesen Mann bewältige. Drei Gittertüren noch trennen mich von der Freiheit. Außerdem würde der Tumult die anderen Wachtmeister rufen. Auf der Flucht erschossen? Jetzt fällt mir auf, daß ich zittere.

Was gaffen Sie mich so an?

Er weiß genau, was ich denke. Er hat den rechten Arm in die Seite gestemmt, wo sein Revolver sitzt. Hier zwischen uns beiden Männern sprüht der blanke Haß hin und her. Wir stehn uns gegenüber wie zwei Raubtiere. Und dann kommt das Entsetzliche. Mit schmal zusam- mengekniffenen Augen kommandiert er ganz leise und hoch im Ton:

Die Knie beugt!