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breiten Samtaufschlägen an Kragen und Ärmeln ihrer Talare, den weißen Bäffchen am Hals, den randlosen hohen Baretten sahen sie aus, als ob sie einem Maler Modell säßen, dessen Aufgabe es war, ein Höchstmaß an Autorität und Strenge festzuhalten. Der Gerichtsvorsitzende in der Mitte, ein feistes Gesicht mit zwei breiten rötlich leuchtenden Schmissen auf der linken Wange, legte seinen massigen Kopf gegen die hohe Lehne des Stuhles, als könne er sich nur so aufrecht halten.
Die Richter sahen mit unbewegten Gesichtern in den Saal, als fühlten sie sich von den starr herabsehenden Augen des Hitlerbildes kontrolliert, bei jeder Bewegung beobachtet.
,,... ich bitte den hohen Gerichtshof, auch zu berücksichtigen, daß die Tat des Angeklagten eine Affekthandlung war, daß er aus verschmähter Liebe handelte. Schon am nächsten Tag hat er seine Anzeige bitter bereut. Er war während der ganzen Zeit vollkommen verzweifelt. Mehrere Male wollte er seinem Hauptmann alles eingestehen, und nur die Angst, seine Karriere zu gefährden, hat ihn so lange davon abgehalten..."
Der Staatsanwalt, an der rechten Seite des Richtertisches sitzend, drehte gelangweilt seinen Bleistift. Sein kahler Kopf glänzte wie eine Billardkugel. Er schwitzte. Dieser Durst! Er spürte den prickelnden, herben Geschmack des Bieres, das er sofort nach Beendigung der Verhandlung trinken würde, schon auf der Zunge. Der soll doch endlich fertig werden, dachte er. Diese viele Rederei ist eine Zeitverschwendung, weiß Gott ...
Wenn der Verteidiger eine Atempause machte, hörte man die kratzende Feder des Gerichtsschreibers, der fast mit dem Gesicht auf dem Schreibpult lag. Er saẞ links von den Richtern an einem einzelnen Tisch, etwas tiefer als diese; es sah aus, als ducke er sich ängstlich vor den schwarzen Talaren.
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