Baumann sagte: ,, Entschuldigen Sie bitte, Herr Inspektor, aber es ist sehr schwierig, sich an alles genau zu erinnern, man muß so viel anderes Dienstliches im Kopf haben... Ich habe die Wegner ja auch nur an meinen dienstfreien Abenden beobachten
können."
Inspektor Diebold machte eine ungeduldige Handbewegung: ,, Das ist alles richtig. Sie haben sie aber zwei Monate lang beobachtet! Schließlich und endlich sind zwei Monate eine verdammt lange Zeit!"
,, Verdammt lange Zeit..." hallte es in Baumanns Ohren nach, als stünde der Inspektor dicht neben ihm und wiederhole die drei Worte. Er sah Diebold an, forschte in dessen Augen. Lag darin schon Mißtrauen? Feindseligkeit? Oder war es nur Nervosität, Gereiztsein?
Er zwang sich erneut, zu sprechen: ,, Es ist bestimmt so, Herr Inspektor, nachdem ich es mir jetzt genau überlege: ich habe die Wegner nur mit Kramer und Reichel gesehen!"
Inspektor Diebold antwortete nicht.
,, Dann bleibt eben nur eine Gegenüberstellung mit der Wegner übrig!" warf Kommissar Meyer ein.
Baumann hatte ein Gefühl, als drücke ihm jemand die Kehle zu. Gegenüberstellen! Sein Blick wechselte zu Kommissar Meyer wie hinüber. Die breiten Schultern, das Sommersprossengesicht sachlich der Kommissar diesen Vorschlag machte... War das nur beiläufig erwähnt, nicht ernst gemeint?
-
,, Noch sind wir nicht so weit erst mal weitersehen", unterbrach Inspektor Diebold Baumanns Gedanken. Er sah Baumann an: ,, Vielleicht finden wir andere Anhaltspunkte..." Er machte eine Pause. ,, Können Sie sich entsinnen, ob Sie der Wegner mal gefolgt sind, als sie sich nicht auf der Straße oder in einem Restau
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