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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
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,, Sie wünschen?" fragte der Bürovorsteher förmlich.

Wegner sprach stockend. Ihm war, als rede er gegen eine Wand.

Das starre Gesicht mit dem Kneifer unterbrach ihn nach einigen Sätzen und sagte kalt und sachlich: ,, Pensionsrechte er­langt man, wenn man fünfundzwanzig Jahre ununterbrochen im Werk tätig war, daran fehlen also bei Ihnen noch zwei Jahre. Ausnahmen sind zulässig, bei vorzeitiger Arbeitsunfähigkeit zum Beispiel. Aber so, wie die Dinge bei Ihnen liegen...! Die Pen­sionskasse untersteht der Direktion", der Bürovorsteher ver­besserte sich ,,, dem Betriebsführer. Es ist also aussichtslos für Sie, soweit ich das beurteilen kann. Aber einen schriftlichen Antrag können Sie natürlich stellen..."

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Wegner sah den Bürovorsteher fassungslos an, suchte dessen ich habe doch meinen Augen hinter dem Kneifer. ,, Aber Pflichtbeitrag immer pünktlich eingezahlt Jahre lang...

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,, Einen schriftlichen Antrag können Sie ja auch stellen", wiederholte der Bürovorsteher. Er winkte dem Werkpolizisten und schob das Schiebefenster zu...

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Wieder wurde es Abend, wieder Nacht, wieder Tag und Wegner saß ratlos und verzweifelt in seiner Küche, suchte nach einem Ausweg.

Ein neuer Tag, der keine Lösung bringt... Die Sonne scheint hell, die Küche ist voll Licht, es ist noch dieselbe Küche, alles steht noch an seinem alten Platz. Dies sollte einmal mein Haus sein. Nun sitze ich hier und warte. Worauf eigentlich? Wer bin ich jetzt schon? Ein alter gebrochener Mann, zu nichts mehr nütze; niemand fragt mehr nach mir, niemand braucht meine Arbeitskraft, meinen Kopf, meine Hände, meine Erfahrungen...

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