Puschke drängte sich durch die laut schwatzenden, singenden Gäste. Zwei ihm fremde Männer saßen neben Baumann und schwenkten ihre Weingläser; auf Baumanns Schoẞ saß eine Frau mit grellblondem Haar und stark geschminktem Gesicht, die Arme um Baumanns Hals geschlungen. Alle sangen grölend.
Puschke rüttelte an Baumanns Schulter. ,, Ernst... Ernst!... Komm mit! Komm hier raus!"
Die Frau auf Baumanns Schoß sah Puschke mit frechem Blick an. Seine kleine gedrungene Figur, seine großen gelben Zähne, seine Höckernase belustigten sie, sie sagte kichernd: ,, Seht mal Zwerg Nase ist gekommen! Zwerg Nase..."
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Puschke beachtete die Frau nicht, rüttelte stärker an Baumanns Schulter. Baumanns Kopf lag an der Brust der Frau. Jetzt schrie die Frau keifend: ,, Lassen Sie meinen Freund in Ruhe!... Was wollen Sie denn überhaupt von uns? Wer sind Sie denn?!"
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Baumann hob den Kopf, sah Puschke mit glasigen Augen an, Ordnung dann auf die Frau und sagte lallend: ,, Is alles- in- Pusch- ke... Mein-- Freund- Else... Das ist doch Pusch- ke..." Er machte eine einladende Handbewegung, zerrte Puschke am Rockärmel: ,, Setz- dich- Oskar- hup... alle hup... gemütlich- beiTrink... Jetzt sind wir alle
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sammen... hup... alle...!"
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Puschke antwortete nicht. Er beschloß, rücksichtslos zu handeln. Mit einem überraschenden, kräftigen Griff schob er die Frau von Baumanns Schoß, zog Baumann vom Stuhl hoch, redete leise und eindringlich auf ihn ein: ,, Reiß dich zusammen, Ernst! Los, komm, wir gehen! Jetzt gleich!"
Baumann stützte sich schwer auf Puschke und lallte: ,, Warum - denn- Oskar...? Hup... Warum denn...?" Puschke legte kurzentschlossen seinen Arm um Baumann und
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