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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
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‚hat die anderen, die mit ihm gingen.Im Namen vieler Kol- war legen hatte Pölke gesagt und ihm die Hand gedrückt, als er Tän- das Werk verlassen mußte. Vieler Kollegen? Wer gemeint war, wußte Wegner nicht. Aber die gemeint waren, mußten alle telle fühlen, daß er ein anständiger Mensch war, trotz allem, was ‚der geschehen. Für die war er kein Geächteter, kein Ausgestoßener. dem Daß ihm Pölke in all den Jahren nie sonderlich aufgefallen ‚als war! Pölke ist kein Tremke, kein Kriecher, der mich nicht mehr eich-| kennen will. Es gab noch Menschen, die mit ihm fühlten, zu ihm war standen. Ja, auch um dies zu spüren, diese tröstende Gewißheit mke zu haben, fuhr er wieder zum Werk... Ma- Die Straßenbahn fuhr langsamer. Die Flußbrücke kam, und 5 zu dahinter die Rudolf-Schwarz-Werke. wor- Wegner sprang von der Bahn, bevor sie hielt. Er wartete tion| etwas abseits bis alle Fahrgäste ausgestiegen waren, folgte ihnen mer! dann. ahn Wenige Meter vom Werkeingang entfernt stand ein kleiner um Kiosk; Zigaretten, Schokolade und Zeitungen verkaufte der mich| Händler, jetzt bei Arbeitsbeginn und abends bei Werkschluß. icht, Tagsüber war der Kiosk geschlossen, denn dann lagen die Stra- Von ßen dieses Industrieviertels wie ausgestorben. hme Wegner blieb, vom Kiosk halb verdeckt, stehen. Hier hatte er auch gestern und vorgestern gestanden. Hier sahen ihn der 1b, Werkpolizist und der Pförtner am Werkeingang nicht. er Die mit Wegner Angekommenen standen jetzt in der kleinen di offenen Halle am Werkeingang. Wegner verfolgte ihre Bewegun- ii, gen, als sche er dies alles zum erstenmal... Die Kontrollkarte # aus dem Fächerkasten an der Wand nehmen, in den Schlitz der er Kontrolluhr stecken, den Hebel herunterdrücken und die kleine er Glocke schlug an. Deutlich, in kurzen Abständen klang der

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