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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
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Gedanken an sein Verhör im Direktionszimmer und die Haus­suchung hatten ihn keinen Augenblick verlassen. Seine Frau weinte in Sorge um Eva. Er hatte dumpf vor sich hin gegrübelt, um das Furchtbare, Unerklärliche zu ergründen. Dann kam der Morgen und mit ihm die Pflicht.

Am Werkeingang bei der Pförtnerbude hing in einer kleinen, offenen Halle die Kontrolluhr für die Belegschaft. Einige, die vor ihm ausgestiegen waren, standen schon dort. Wegner wurde ge­grüßt, hörte es aber nicht, sah auch nicht die verstohlenen, for­schenden Blicke der anderen. Er kannte hier jeden, und jeder kannte ihn, doch heute zogen alle Gesichter ungesehen an ihm vorüber, Gesichter, die jeder Morgen gebracht hatte in der langen Kette der Jahre.

Die breite Asphaltstraße des Werkes lag noch still und leer. Wegners Schritte hallten. Auf der Grünfläche vor den Büro­gebäuden links hüpfte eine Amsel. Auf der anderen Seite ver­loren sich die mit ihm angekommenen Arbeiter zwischen den Maschinenhallen.

Der Garderobenraum seiner Abteilung war in einem Well­blechschuppen. Wegner ging an den schmalen Metallschränken entlang, blieb überrascht stehen. Die Tür seines Garderoben­schrankes stand weit offen. Das Vorhängeschloß war aufgebro­chen, der Schrank leer.- Diebe! Vor Jahren waren schon einmal Garderobenschränke aufgebrochen und aus den Kleidern Taschen­uhren und Geld gestohlen worden. Ein Werkpolizist hatte sich dann im Garderobenraum versteckt, auf die Schränke gelegt und so den Dieb erwischt. Er mußte den Vorfall sofort der Werk­polizei melden, sagte sich Wegner.

Auf dem Wege zu seiner Abteilung kamen Wegner Zweifel. Ein Diebstahl? Der Schrank mußte gestern nach Betriebsschluẞ

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