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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
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Baumann warf sich sein Jackett über, griff nach dem Hut. ,, Wenn ich daran denke, wie Sie die ganzen Jahre waren, so ordentlich und solide!" Frau Schuster seufzte tief und räus­perte sich dann vielsagend. ,, Ihre Besuche passen mir nämlich schon gar nicht! Wenn Sie nicht schon so lange bei mir wohnen würden, Herr Baumann..."

Baumann ging zur Tür. ,, Na, denn: Vergnügten Abend, Frau Schuster", sagte er knapp.

Auf der Straße stand er einen Augenblick unschlüssig, schlug dann den gewohnten Weg zur ,, Alpenrose" ein.

Wohin soll ich sonst gehen? dachte er. Ins Kino? Schon zu spät für die letzte Vorstellung. Fast acht Tage war ich nicht in der ,, Alpenrose", wegen dieser Else. Wovon die überhaupt lebt? Was die wohl am Tage tut? Arbeiten? Danach sieht sie nicht aus. Ach was, mir egal, mein Leben ist sowieso versaut, jawohl,

-

versaut!

In der ,, Alpenrose" war großer Betrieb, die meisten Tische waren dicht besetzt, wie immer. Schon in der Tür kam Baumann schallender Gesang entgegen. Die dicke Wirtin saß im Dirndl­kleid an der Zither und sang Schnaderhüpfel. Ihre grelle Stimme balancierte über dem Chor der Gäste. Den kleinen Raum füllte rotes Dämmerlicht, das von den Bauernlaternen mit roten Schei­ben kam. An den Wänden hingen bunte Porzellanteller, auf denen Sprüche standen, Kuckucksuhren in den verschiedensten Größen, Geweihe, ausgestopfte Tiere, Tafeln mit kleinen und großen Münzen; alles dichtgedrängt, Stück neben Stück.

Der Wirt war auf seinen neuen ,, behördlichen" Stammgast sehr stolz. Mit öligem Lächeln kam er Baumann entgegen. ,, Heil Hitler , Herr Wachtmeister. Den Tisch dort in der Ecke? Noch frei." Baumann setzte sich.

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