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,, Arbeit gibt es immer, macht doch Freude, Herr Wachtmeister", antwortete Eva lächelnd. Sie stellte das Geschirr ab und beschäftigte sich dann hinter dem Ladentisch.
Soll ich warten, bis der Bäckermeister hinausgeht? überlegte Baumann. Aber Möller machte Bemerkungen über das Wetter, die Baumann einsilbig beantwortete, und begann dann Mehl in kleine Tüten zu füllen und abzuwiegen. Baumann stand noch am gleichen Fleck und versuchte einen Blick von Eva zu erhaschen. Sie schien jedoch in ihre Arbeit vertieft. Ansehen könnte sie mich doch wenigstens mal, dachte Baumann. Die Situation wird langsam unbehaglich, ich muß gehen! raffte er sich auf.
Er sagte: ,, Also die Pflicht ruft- Heil Hitler!"
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Auf der Straße spann Baumann seine Gedanken weiter. Beinahe unfreundlich war sie. Unsinn. Was sollte sie denn in Gegenwart von Möller sagen?! Für heute abend hätte ich sie doch nicht einladen können, habe ich Dienst. Überhaupt, nur nichts überstürzen, wir waren ja schließlich erst gestern zusammen. Erst gestern? Wie schnell ein Mensch einem vertraut wird, wenn man sich nach ihm sehnt.
In glücklicher, heiterer Stimmung kam Baumann ins Polizeirevier und meldete sich beim wachhabenden Obermeister zurück. Puschke und ein anderer Kamerad saßen im Tagesraum. Baumann schnallte sein Koppel ab, hängte es in sein Spind und legte seinen Tschako in das obere Fach. Er summte leise vor sich hin: ,,... Liebe ist ein Geheimnis..." Ein Schlager, der ihm seit Tagen nicht aus dem Kopf ging.
Puschke kam auf ihn zu. ,, Gab's was Besonderes?" fragte er. Er stand dicht vor Baumann, wippte auf den Fußspitzen, die
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