habt zum Zeichen, ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen", diese ersten Worte der Verkündigung stiegen vor mir auf: die Bande, die den aus der Ewigkeit Gesandten an die Erde fesselten von der Geburt bis zum Grabe, sie lagen abgestreift, erledigt am Boden, aber liebreich vom Überwinder den Trauernden dargeboten, zum Zeichen'. Und Johannes sah und glaubte es.
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Ein Vierteljahr später geschah meine Überführung in das zentrale FrauenKZ. Ravensbrück . Und wiederum vier Wochen später es war Ostern lag ich mit 40 Grad Fieber im Krankenblock, in der oberen Bettenschicht. Wir lagen dicht nebeneinander, mehrere hundert in einem Raum, zu meinen beiden Seiten eine zum Skelett abgemagerte, leidenschaftliche Polin und ein bronzefarbenes, verträumtes junges Zigeunerkind, dessen schön gewachsene Glieder über und über mit Eiterwunden bedeckt waren. Es war Ostern. Und wie ich es im KZ., seit man mir die Bibel genommen hatte, hielt, daß ich täglich mir und, wo die Gelegenheit sich gab, auch anderen eine Geschichte der Bibel erzählte, so wollte ich mir an diesem Tage die Ostergeschichte erzählen. Doch meine Konzentrationskraft reichte nicht aus, das Fieber versengte mein Gehirn. Ich konnte meine Gedanken selbst nicht sammeln, aber sie waren gesammelt, mein Herz war gesammelt in der Hand meines lebendigen Herrn, es war durchflutet vom hellen Auferstehungslicht des Ostermorgens.
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Ein Jahr später, April 1945, Mittwoch vor Ostern, war Generalappell. Wir mußten für unser Leben Probe marschieren vor den SS - Herren, Ärzten und Aufseherinnen. Wer nicht kräftig erschien, dessen Nummer wurde notiert. Wofür? Und ich verspielte, wurde aufgeschrieben und beiseite gestellt. Immer wieder griff man eine Frau heraus. Man ließ uns schließlich abtreten zur Arbeit. Wir Aufgeschriebenen hatten mit stündlichem Abtransport zu rechnen zur Beförderung so wußten wir- ,, durch den Schornstein". Doch auch die Nacht verging ungestört. Am Gründonnerstag, früh vor dem Morgenappell und dem zwölfstündigen Arbeitstag sitze ich neben einer etwa gleichaltrigen, sehr zarten, kränklichen Polin aus meiner Arbeitskolonne; wir schlucken unseren Kaffee und unser Stück Brot. Ich reiche ihr die Hand: ,, Wie schön, daß du es gestern geschafft hast". Sie antwortet: ,, Dich müssen wir auch noch freikriegen, wir werden uns darum bemühen." Am Nachmittag kommt die Arbeitsanweiserin unserer Kolonne zu mir. Sie macht mir gut durchdachte Vorschläge, mit welcher Begründung ich um Streichung von der gestrigen Liste bitten solle. Ich sagte ihr, das stehe mir nicht an, ich könne nicht um mein Leben bitten. ,, Ich wollte es Dir gesagt haben die Entscheidung liegt bei Dir." Ich wußte nun, sie,
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