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Sieger in Fesseln : Christuszeugnisse aus Lagern und Gefängnissen / herausgegeben von Konrad Hofmann, Reinhold Schneider, Erik Wolf
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den Säufern, Spielern und Kriegsgewinnlern. Wir Christen haben unseren Lebensstil, und der ist geprägt durch das Beispiel des gekreuzigten Chri­stus. Man braucht uns keine Vorträge zu halten über heroische Lebens­führung. Die haben wir, wenn wir unserer übernatürlichen Sendung be­wußt sind und das ungebrochene katholische Lebensgefühl uns bewahrt haben, nicht nur mit der Muttermilch eingesogen, sondern längst als zweite Natur in uns ausgeprägt. Der Christ allein, der diesen Namen verdient, wird die kommenden Dinge zu meistern wissen; denn seine Kirche ist die in Kreuz und Leid geprüfte, bewährte und sieghafte Kirche. Für den Neu­heiden unserer Tage dagegen ist, wenn sein Miẞerfolg einmal offenbar wird, der Selbstmord die einzige und letzte Lösung oder vielmehr Nicht­lösung der Rätsel seines Lebens, der letzte traurige Ausklang seiner so­genannten tragischen Lebensform".

In derselben geistlichen Rede trägt er dann das christliche Schuldbewußt­sein und Anliegen in Form dieses ergreifenden Confiteor- Gebetes vor Chri­stus, den Herrn und König der Zeiten:

,, Du bist gekommen, um alle, die das Ebenbild Gottes an sich tragen, zu einer wundervollen Einheit zusammenzuschließen. Zu diesem Zwecke hast du uns zu deinen Brüdern eingeweiht und zu Kindern desselben Vaters und hast diese Weihe besiegelt mit deinem kostbaren Blute. Aber wir wis­sen es besser! Wir Menschen zerfleischen uns gegenseitig in jammervollen Bildern des Hasses, treten unsere christliche Würde mit Füßen und ver­treten unsere Ansprüche mit der Ethik des Raubtieres. Das ist der Ablauf der Menschheitsgeschichte seit Jahrtausenden gewesen. Einst, vor deiner Ankunft, war es Unwissenheit und Mangel an sittlicher Kraft. Heute, in der Ära des Christentums, geschieht es trotz deinem Beispiel und entge­gen dem Grundgesetz der Liebe, das du uns gegeben hast, und unter Miẞ­achtung der Gnade, die uns zu ungeahnten Höhen emporführen sollte, und zur Schande unseres christlichen Namens. Wir verdienen daher unser Schick­sal. Aber du bist die Güte, du bist das ewige Erbarmen. Du hättest einst um zehn Gerechter willen die Lasterstädte Sodoma und Gomorrha ver­schont. Du wirst dich auch deines heiligen Volkes erbarmen: um aller Hei­ligen willen, die je auf deutschem Boden ihre Nächte durchwachten, sich kasteiten, ihr Flehen zu dir hinaufschickten, ihre Liebe versprühten, ihr Blut vergossen; um der edlen und heiligen Seelen willen, die in diesen Tagen beten und büßen; um der 7000 willen, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor dem Götzen Baal, die nicht das Zeichen der Bestie tragen, die sich trotz aller Verfolgung die Freiheit ihrer Entschließung und den Mut ihres Bekenntnisses bewahrt haben."

Ein Mann des Einklangs zwischen Wort und Tat, gesellte sich Dr. Feurstein selber in den bedrohten Vortrupp der Tapferen und Edeln hinein ,,, die

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