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dann denke ich all derer, die sich hier als einzelne aus der Masse des Elendes herausheben, vor dem Angesicht Gottes. Da rühmt sich die Barmherzigkeit wider das Gericht. Es ist rührend und beschämend, mit welchem Vertrauen alle Mitgefangenen uns begegnen. Wie das dreist- neu-* gierige Du des Gefangenenjargons alsbald schweigen mußte und( da war dann Du und Sie durcheinander) dem vertrauenden Fragen und Hören Platz machte. Um die Deutschen herum stehen die Slawen und die Franzosen. In den Nächten des 6. und 9. Oktober waren es Russen, die mit abgerissenen Heizkörpern die Türen ihrer Zellen aufhämmerten und dann an allen Zellen die Riegel aufschoben.
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Du mußt die Gemeinde von mir grüßen mit Jes. 27, 5, wenn Du selbst Gottesdienst hast. Und sage ihnen, daß der Lobgesang nicht verstummen darf! Den kleinen Apfel aus Deiner letzten Sendung vom Samstag will ich im Keller einem 13jährigen verschüchterten Jungen geben, der nach dem Angriff auf der Straße eine Dose Wichse auflas und dafür seitdem hier ist.- Deine Hoffnungen sind auch die meinen. Ob der Weg noch nach Dachau führt oder in absehbarer Zeit nach Hause weiẞ". Ich würde ja jubeln, wenn ich wieder in den Dienst dürfte.
14. Oktober
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Ich kann mir denken, daß bei den notvollen Reisen Du oft recht geschlagen heimkommst. Aber einmal wird es das letztemal sein, dann bin ich wieder bei Dir. Ich freue mich so auf Dienst und Gemeinde. Heute ist der 34. Tag seit meiner Verhaftung, und ich habe noch an jedem Tag Grund genug gehabt zum Danken für die Wege Gottes mit seinen Kindern. Ich habe Stille genug. Heute morgen lasen wir kursorisch weiter im Lukas ( 23-24), dann gab ich eine Auslegung vom Matth. 9, 9-17, schließlich besprachen wir einen feinen Abschnitt aus Guardinis Jesusbuch ,, Der Herr". K. war da, und mich bewegte sein Bericht über den Holsterhauser Angriff, der am Donnerstag, als Du hier warst, soviel Unheil anrichtete. Ich will beten für alle Betroffenen. Wenn Du zu den Leuten gehst, wirst Du ja meinen Dienst tun. Gott gebe Dir, daß Du mit den Weinenden weinen, und doch als eine Getröstete auch trösten darfst. Bei aller Not und der großen Zahl der Erschlagenen gilt da doch das Wort aus den Klageliedern: , Die Güte des Herrn ist, daß wir nicht gar aus sind. Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende." Bewahrung und Bewährung gehören zusammen. Beides kommt von Gott, wenn's auch so aussieht, als sei das zweite unsere Sache. Und wenn Dein und Brigittes Bild immer vor meinem inneren Auge steht, dann ist mir um Eure und meine Wege im Frieden Gottes nicht bange.
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