e arm
ging. Ster
en an e und
Boden
and so er dort
bevor
r noch
ie auf weißen
nahezu nzugee Du!"
ünstig
esuchte, e kaum
..Geht's
vegt bemit dem
Littert in chtbaren
ich die
en lang ch dabei
m Nach
t. Eines
rtlich zu
hat mit
urch das
Feuer führten viele Straßen, und über diesen Straßen stand leuchtend geschrieben: Zur ewigen Liebe'. Und dann bin ich in dieses Feuer hineingesprungen und verbrannt". Dieser Traum versinnbildete ganz und gar Anitas Leben. Er hat mich wochenlang beschäftigt und nachher ganz besonders wieder, als sie mit einem ,, Krankentransport" aus unserem Lager wegverfrachtet wurde, wahrscheinlich zur Vergasung in ein anderes KZ. Sie, die stest so unbändig gewesen war und oft ein Ärgernis für den ganzen Block, war nun geläutert im Feuerofen der Liebe Gottes , war durch die Gnade Gottes ganz still geworden, in sich versunken, bereit zum letzten Gang. Als ich sie morgens früh um zwei Uhr wecken mußte zum Abtransport in den wohl sicheren Tod und ich vor seelischer Erschütterung nicht sprechen konnte, da sie doch erst in diesem Augenblick erfuhr, was ihr bevorstand, da faßte sie meine Hände und sagte ganz schlicht: ,, Weine nicht, ich sterbe so gern jetzt." Ja, Sonne, Mond und Sterne gingen auf und nieder auch über Ravensbrück . Aber aus der Asche dieser Magdalenenkinder blühte das Wunder der Güte Gottes immer neu auf, stärker und leuchtender, als alle Himmelsgestirne es vermöchten.
Zum Schluß noch einiges über die arme Else, die keine Heimat mehr auf der Welt, kein Heim und keinen Menschen hatte, der ihr nahestand. Nie erhielt sie einen Gruß von daheim. Acht Jahre schon weilte sie im Konzentrationslager. Nun lag sie da mit einer unheilbaren Beinkrankheit. Nie mehr würde sie gehen können. Ich sehe sie noch vor mir auf ihrer Pritsche im II. Stock liegen, immer das eine Bein auf das andere gelegt. Das viele Strafestehen und Marschieren ohne Schuhe, ohne Strümpfe war Gift gewesen für ihre kranken Füße. Alle Glieder waren dick angeschwollen. Zudem war sie schwer herzleidend. Jeden Abend, wenn die meisten Häftlinge schon schliefen, schlich ich noch zu ihr hin. Sie hatte viel Zeit, und ich mußte mir die Minuten stehlen, riefen doch die andern Kranken auch nach mir. Aber sie freute sich so darauf, wenn ich ein paar Minuten nur auf ihrer Pritsche saẞ. ,, Sag mir noch etwas von Deinem Christus!", bat sie, ,, gestern hast Du mir von der Geißelung erzählt." So erzählte ich ihr weiter von der Dornenkrönung, vom schweren Kreuzweg unseres Heilandes, von seiner Kreuzigung und seinem schmachvollen Tode. Die Worte des sterbenden Erlösers an den Schächer am Kreuze mußte ich ihr wiederholen. Da war es auch, daß ich zum erstenmal Tränen in diesen Augen sah. Auch sie fand suchend und kämpfend den Weg zu Christus. Geduldig trug sie fortan ihr schweres Kreuz und die vielen Schmerzen ihrer Krankheit wie kaum eine Zweite. Wenn ich ihr am Tage zuweilen die Umschläge erneuerte, flüsterten wir gemeinsam kleine Gebete miteinander. Als ich vom Block II wegversetzt wurde, zog sie mich weinend zu sich herab. Ich mußte mein Herz in beide Hände nehmen, denn auch mir brannten die Augen.
79


