n ein lichen st sich ] man 15 alle rt Ihr z g10- heftet, - : fahl- d noch je auf helnde t Herr- zZ:„O Liebe, leben- ind er-
teude!
[atet
! Aber s Wille jer mit erginge der Be: jer mit ich wie jer Ge ne blei- ne Ver- an UNS Meine insehen ich Ihm ‚zu fra: n Gott ;
Du, ja Du wirst es gut machen.‘ Es kommt dabei nicht einmal auf den
irdischen Ausgang an..., sondern einzig auf den Vollzug und die Sinn- erfüllung des Auftrages: Zeuge zu sein! Bei meiner Seele: ich sehe mich dabei durchaus nicht in Heldenpose, und es steht fest, daß ich aus die- sem Mitleidendürfen(Kol. 1, 24) nie etwas zu meinem Ruhme machen werde(wenn es einmal vorbei sein wird!), sondern daß ich es betrachte als ein besonderes Gnadengeschenk, ja als eine besondere Bevorzugung, die meiner Seele gewährt wurde, weil sie sonst vielleicht nicht an ihr Ziel
kommen könnte.
Tagebuchnotiz vom 13. November 1944
.Das Warten bekjimmert doch, macht ungeduldig und reißt an den Ner- ven. So daß man sich oft fragt, wer da wohl ein Interesse oder gar einen Spaß daran haben mag, mich zu quälen. Ich hüte mich, jemand zu Unrecht anzuklagen, und ich spreche darum oft die Bitte der Allerheiligenlitanei: ‚Vor'Zorn, Haß und allem bösen Willen— erlöse uns, o Herr!‘
Um nicht Nutzloses zu sinnieren, notierte ich ein Gespräch mit Ihm, bei dem allein meine Nöte zur Ruhe kommen können. Dabei fand ich, wie schwer es eigentlich ist, zu Gott zu sprechen. Denn da kann es nur ganz einfach hergehen; jede Phrase und alles Gezierte, alle„Literatur“ verdorrt da vor der Macht der Wahrheit. Die Niederschrift hat mir geholfen, hat
mich ruhiger werden lassen...
Gespräch mit Ihm
„Herr, Du mußt mir helfen, befreie bald Deinen Knecht!“ So habe ich in Not und Herzensangst zu Dir gerufen, als eine arme Zelle mir zur Her- berge wurde. Da mein Herz stürmisch aufbegehrte gegen den Raub der Freiheit und der Geist mit Leidenschaft sich wehrte gegen ungerechte Ver- dächtigung und falsche Anklage. An Deine. Boten in der Urzeit dachte ich da, die Du durch Deinen mächtigen Engel ihrer Ketten und ihrer Haft hast ledig werden lassen, und wenn ich auch kein Wunder von Dir erwartete meinetwegen, so blieb meine Hoffnung auf Erlösung aus der Gefangen- schaft doch groß. Und unablässig rief ich darum zu Dir.
Hast Du mich nicht erhört, o Gott?
Nicht so zwar, wie mein menschliches Wähnen und Wünschen sieh Deine Hilfe zuerst vorstellte; aber geholfen hast Du mir doch. Du hast eine große Gelassenheit über mich kommen lassen und hast das ungeduldig pochende Warum meines Fragens zur Ruhe gebracht. Und an jedem neuen Tag er- fuhr ich neu die sänftigende Nähe Deiner Güte. Mein Herz, in der Sorge um Familie und Werk zuerst sehr in Aufruhr, wurde auf eine fast unfaß-
53


