wirs mit der Führung des Lebens noch so ernst und treu: irgendwo liegen doch Schatten. Der heilige Augustinus hat darüber bittere Tränen geweint und zum Himmel aufgeschrieen mit dem großen Wort:„Ecce cor meum, Deus meus!— Siehe da, mein armes Herz, o mein Gott, siehe an mein Herz, dessen Du Dich erbarmt hast in der Tiefe des Abgrundes!“ Er- schrick nicht vor dem Ernst dieser Zeilen, aber die Einsamkeit offenbart einem das eigene Selbst und die Wahrheit anders als der rasche Alltag.
Brief vom 31. Juli 1944— An die Frau
Ja, diese Art von Existenz läuft nicht problemlos ab, erbaulich wie eine Fronleichnamsprozession; sie gewinnt Gewalt im Raum der Schmerzen und will durchlitten sein im Glauben, Hoffen, Warten voll Ungewißheit... Das Ölberggebet des Herrn hat ja zwei Teile! Ergeben wir uns in allem in Seinen Willen und lassen wir, was wir schulden, so flammend als mög- lich Ihm entgegenlodern; Sein Wille geschieht ja doch, nur ist es oft so seltsam schwer und schmerzlich für uns, zu erkennen, daß eben dieser Wille unser Glück ist.
Brief vom 31. Juli 1944— An die Frau
... Als ich gestern nacht einmal aufstand und zum Fenster trat: siehe, das herrliche Bild des himmlischen Wagens. die Sterne verteilt auf alle Gitterfelder! Es war mir wie ein Trost vom Himmel, und ich grüßte Euch
alle über das nächtliche Land hin von Herzen.
Brief vom 29. August 1944— An die Frau
_——— Gestern war St. Augustinustag. Bei Pfleger(„Christozentrische Sehnsucht“) fand ich ein Wort, das St. Augustinus von der Zeit seiner Gottes-Not schrieb:„Und mich umkreiste von weitem Dein treues Er-
barmen.“———
Brief vom 24. September 1944— An die Frau
Nein, Du darfst wirklich nicht die Sorge haben, ich würde in einer Woge oder Wolke von Schwermut versinken. Ich bin vielmehr guten Mutes, und, da ich Dich ja voll Zuversicht weiß, auch ruhig und getrost.
...Was Du vom einfachen Leben sagst, ist gerade das große Thema der kommenden Zeit. Nur schade, daß die Menschheit immer erst durch soviel
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Schade 14, 31
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