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Sieger in Fesseln : Christuszeugnisse aus Lagern und Gefängnissen / herausgegeben von Konrad Hofmann, Reinhold Schneider, Erik Wolf
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Für die im Folgenden wiedergegebenen Auszüge aus Gefängnisbriefen und Tagebuchnotizen eines Ungenannten übernehmen die Herausgeber die Ge­währ dokumentarischer Echtheit.

Ihr Verfasser wurde Anfang Mai 1944 nach Berlin gebracht und beim Reichssicherheitshauptamt, der Zentrale der Gestapo , zuerst in der Prinz­Albrecht- Straße, später im Zellengefängnis Moabit an der Lehrterstraße in Einzel- Schutzhaft gehalten, nach Aussage der inhaftierenden Beamten ,, als katholischer Aktivist und auf Veranlassung einer allerhöchsten Stelle" ( Martin Bormann von der Parteikanzlei nach späterer Feststellung!). Zur Zeit der Inhaftnahme war der Schreiber Soldat. In Beantwortung einer Rückfrage seiner Einheit beim Reichssicherheitshauptamt wurden die ihm zur Last gelegten Vergehen gekennzeichnet als ,, politische Umtriebe und Wehrkraftzersetzung": so die gestapomäßige Verdrehung eines Auftrages zu religiös- literarischer Soldatenbetreuung, den der Verfasser mit Geld­mitteln der katholischen Bischöfe und unter kluger, mutiger. Förderung durch den katholischen Feldgeneralvikar Prälaten Georg Werthmann bis zu seiner Verhaftung durchführte, aller Spitzelei und allen Verboten zum Trotz aus der Not des Gewissens! Zur Anklage und zur Verurteilung ist es seltsamerweise nicht gekommen, nicht einmal zu einer ordentlichen Ver­nehmung. Hingegen erfolgte Anfang April 1945, völlig überraschend und lediglich mit der grotesken Bestätigung: ,,... hat bis zum 2. April 1945 an Gemeinschaftsverpflegung teilgenommen...", die Entlassung. Sie geschah zu einem Zeitpunkt, da dem Briefschreiber und anderen am unterirdischen Betreuungswerk Beteiligten neue Haftbefehle drohten, die aber durch den katastrophalen Ablauf der Ereignisse nicht mehr zur Wirkung kamen.

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,, MICH UM KREISTE VON WEITEM DEIN TREUES ERBARMEN"

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Brief vom 11. Mai 1944 An die Frau

Es ist nun eine Zeit für uns gekommen, da es nur auf das helle Innen ankommt, weniger auf das betonte Außen. Gebe Gott uns allen Kraft, das Auferlegte schlicht und wahrhaftig durchzustehen, so wie wir bis jetzt mit­

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