ächte hinter- n der dritten en, daß Frau Es war eine u Beate und
Sirene sie auf-
ste Christa ‚ Lust, in den n Narren wie
Tohnung, die
Schatten am Rand der Terrasse sichtbar war. Neben ihr be-
wegten sich unruhige, helle Flecken. Das war Nero, den Frau Beate am Halsband festhielt. Der Hund kläffte und winselte vor Angst.
„Es scheint ein schwerer Angriff zu sein, Mama“, sagte Christa
‘ nach einer Weile. Sie wagte sich nicht auf die Terrasse hinaus
und bebte so heftig, daß sie nicht sofort sprechen konnte. Unheimlich war das Schweigen ringsum.
In der Schwärze der Nacht schien sich ein rötlicher Schimmer zu zeigen, aber man hatte sich wohl getäuscht? Doch der röt- liche Fleck verschwand nicht, er schien sich purpurrot zu färben. Nein, nein, nun war es keine Täuschung mehr! Der purpurrote Fleck blieb im Dunkel zurück, er vergrößerte sich langsam und wurde allmählich tiefrot. Wie ein rotes, böses Auge starrte er aus der Nacht, und plötzlich glomm helle Glut in seinem Innern.
„Da unten brennt es“, sagte eines der Hausmädchen, die auf der Treppe des Hauses standen.
Nun funkelte das rote Auge drohender, aber plötzlich zerfloß es und verwandelte sich in eine rotglühende, dicke Raupe, die lang- sam durch die Dunkelheit dahinkroch. Die rotglühende Raupe schwoll an, wurde dicker und dicker, sie wand sich in Krüm- mungen und fraß sich unaufhaltsam vorwärts. Nicht einen Augenblick stand sie still. Wo früher das dunkelrote, böse Auge funkelte, quoll purpurner Qualm bis zu den Regenwolken empor, schon waren die Ränder der Wolken von der düsteren Glut gefärbt.
Und wieder donnerten neue Geschwader über der finsteren Stadt dahin und die Bomben rauschten, fauchten und gurgelten in die Tiefe.
Aus der Stadt drang der wirre Lärm von unzähligen Stimmen, Rufe, Schreie, Signale, die gellenden Glocken der Feuerwehr erschollen in weiter Ferne. Aber auch an anderen Stellen quollen zur gleichen Zeit wie aus einem Vulkan düsterpurpurne Qualm- wolken empor, an drei, vier Stellen, an sechs.
„Sieh doch, Mama!“ flüsterte Christa verstört.
„Ich sehe, mein Kind!“ rief Frau Beate, die mit dem Hund kämpfte.
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