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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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In der ersten Oktoberwoche kamen sie zwei Nächte hinter­einander, ohne irgendeinen Schaden anzurichten, in der dritten Nacht aber kamen sie in solch starken Geschwadern, daß Frau Beate bei ihrem Gedonner das Herz stehenblieb. Es war eine Nacht mit tiefhängenden Regenwolken, und Frau Beate und Christa saßen beide und lasen, als das Geheul der Sirene sie auf­schreckte. Es war kurz nach elf Uhr.

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Wieder! Das ist nun die dritte Nacht, Mama", sagte Christa und legte ihr Buch weg. ,, Ich habe heute gar keine Lust, in den Keller zu gehen, vielleicht halten sie uns wieder zum Narren wie gestern."

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Schatten am

wegten sich

Beate am Ha Angst.

Die beiden Damen blieben jetzt häufig in der Wohnung, die Bestimmungen waren gelockert worden. Anfangs hielt Oberst Thünen streng darauf, daß alle Bewohner den Luftschutzkeller aufsuchten, als aber dreimal die Besucher in Luftschutzkellern bei Rohrbrüchen elend ertranken und wiederholt Wohnungen aus­brannten, während die Besitzer im Keller saßen, stellte es Oberst Thünen jedermann anheim, sein Leben zu Hause oder im Luft­schutzkeller aufs Spiel zu setzen.

Es scheint

nach einer W und bebte s Unheimlich

Die Flak begann ihr heftiges Feuer, und Frau Beate und Christa hatten kaum ihre Mäntel angezogen, als auch schon die Ge­schwader über ihnen dahindonnerten, in einer Breite, die sich von Horizont zu Horizont zu erstrecken schien. Nero, der Bern­hardiner, erschien winselnd auf der Terrasse.

In der Sch

zu zeigen, ab liche Fleck ve

Nein, nein, n

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aus der Nach

Da unten

Die Scheinwerfer huschten nicht wie gewöhnlich mit ihrem gespenstisch bleichen Licht eilig hin und her, sie erschienen wie struppige Rasierpinsel, die gegen die tiefhängenden Regenwolken stießen, in deren zerfetzte Falten sie vergebens einzudringen ver­suchten. Die Stadt lag dunkel und stumm da, kaum in ihren Um­rissen zu erkennen.

der Treppe

Nun funke

und verwand

sam durch d schwoll an, mungen und Augenblick s funkelte, qu

Plötzlich schwebten vier helle Lampen über der toten Stadt, sie blieben zehn Minuten lang fast unbeweglich in der Luft hängen und sanken kaum merklich tiefer. Und schon begannen die Bomben zu fallen. Sie rauschten, sie gurgelten und ihre Auf­schläge dröhnten, daß die Terrasse erbebte und die Scheiben klirrten.

,, Aber heute greifen sie an!" rief Frau Beate, deren massiger

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mpor, scho

Glut gefärbt.

Und wied

Stadt dahin

in die Tiefe.

Aus der St

Rufe, Schrei

erschollen in zur gleichen

wolken

emp

Sieh doch

Ich sehe,

kämpfte.