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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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sie mit dem Auto vom Fluẞ heraufgekommen waren und tastete sich Schritt für Schritt die schmale Gasse hinab, die zum Fluß führte. Ringsum herrschte so tiefe Nacht, daß sie nur zuweilen die Linie eines Hauses und eines Giebels erkannte. Selbst die an­geweißten Hausecken und Treppenstufen waren erst zu be­merken, wenn man dicht davorstand. Aus den Ritzen einzelner Fensterläden quoll Lichtschimmer, da drinnen lebten Menschen!

breiten Fluß, hier ein Ende zum Rathaus den sicheren gehen, wo si werde krieche

Auch die Randsteine des schmalen Bürgersteigs trugen kaum erkennbare kreidige Striche, und da, wo sie zu Ende waren, bog die Gasse in die Flußpromenade ein. Frau Beate fühlte die harten Kopfsteine der Fahrstraße unter den Sohlen, und als sie an die dunkle Wolke geballter Baumwipfel heranschlürfte, hörte sie plötzlich den Kies der Promenade unter ihren Schritten knirschen. Sie wußte, daß die Promenade gegen den Fluß zu mit derben, vierkantigen Eisenstangen eingefaßt war, konnte aber erst nach vieler Mühe und langem Tasten eine dieser derben Stangen fassen. Nun atmete sie auf! Sie brauchte nur diesen Stangen zu folgen und würde an die Bischofsbrücke gelangen, von der aus sie den Weg nicht mehr verfehlen konnte.

In diesem

klang härter Sirene wurde

des Flusses ho

rung von Fra Jubel erfaßte wölk am Hi

Am Fluß war es kühler und fast kalt, so daß sie sich fester in ihren Mantel hüllte, die Wasserfläche selbst aber war nicht zu erkennen. Man hörte nur zuweilen ein Glucksen und Plätschern, und manchmal schäumte auch eine Welle am Ufer auf. Sonst war der Fluß so schwarz wie die Erde, nur schien seine Schwärze weniger stumpf und tot zu sein.

hoher Häuser

war zu Ende! Erde entlang,

darauf zu und

Ich bin u

einer guten St

Ein Militär

vorbei, und ei Zeit deutlich wärtsschreiter Hoch oben Leuchtkugel&

In zwei Stunden werde ich zu Hause sein und Christa wird ihren Augen nicht trauen! ging es ihr freudig durch den Sinn. Langsam, Schritt für Schritt, tastete sie sich durch die Dunkel­heit weiter, ängstlich darauf bedacht, den Eisenstab niemals länger als für ein paar Schritte loszulassen. Sie zweifelte nicht einen Augenblick daran, den Weg in der Finsternis zu ihrem Hause zu finden, wenn sie nur Geduld hatte.

Ringsum herrschte lautlose Stille, kein Schritt, kein Wagen war weit und breit zu hören.

Siehst du, es geht vorwärts! rief sie sich beglückt zu, als der vierkantige Eisenstab endlich nach mühseliger Wanderung zur Seite abbog. Eine schwarze Masse spannte sich quer über den

um die Stadt s

auf die Straße

Haustor. Gott stehe schlossener T

ausgeliefert. A folgte, aus de unglücklichen ihren Sohn

Frau hatte ihr

die Hand, dan

Lazarett, und

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