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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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VII

Das waren bittere Tage für Frau Beate.

Am Morgen besorgte ihr die kleine Frau Alix aus der Kantine einen Blechtopf voll brauner Brühe und ein Stück Brot. Die braune Brühe widerstand ihr, sie benützte sie zum Ausspülen des Mundes, das Brot würgte sie hinunter. Als sie die Aborträume aufsuchte, mußte sie sich erbrechen vor Gestank und Schweinerei.

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Vormittags wurde sie in die Nähstube beordert, wo es einiger­maßen erträglich war, da laute Unterhaltungen verboten waren. Zum Mittagessen holte sie sich ihren Blechtopf voll dünner Erbsensuppe, die sie auslöffelte, um ihren Hunger zu stillen. Keine Spur von einem Anwalt, mit der Außenwelt hatte sie keinerlei Verbindung mehr, sie war vom Leben hoffnungslos abgeschnit­ten. Was tat Christa? Ihr gutes Mädchen rannte sicherlich in größter Sorge von Pontius zu Pilatus, aber alles brauchte ja seine Zeit. Wo waren ihre Bekannten und Freunde hin­gekommen? Die einen waren Juden, die selbst Hilfe brauchten, die andern waren in Birkholz gewesen und höchst verdächtig. Mit den meisten hatten sie alle Beziehungen abgebrochen, sie waren bei der Partei oder standen im Verdacht, der Partei an­zugehören, sie waren in Wahrheit unzuverlässig. Entsetzt mußte sie sich eingestehen, daß sie völlig allein stand.

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In der Nähstube gab man ihr einige barsche Anweisungen, aber als sie die zerrissene Schürze ausgebessert hatte, wurde die Stube geschlossen, und sie konnte wieder in ihre Zelle gehen. Frau Lukasch saß auf dem Bett und baumelte mit den Beinen, die Strümpfe waren unordentlich bis auf die Knöchel herab­gerutscht. ,, Mein Termin wurde um zwei Tage verschoben", brummte sie in schlechter Laune. ,, Die Alix und die Rüdiger sind in der Waschküche." Frau Beate hatte die beiden nicht ver­mißt, sie war völlig erschöpft und legte sich wie ein Tier auf den Boden, um zu schlafen.

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Halb betäubt lebte sie den nächsten Tag und den übernächsten dahin, immerfort von den gleichen Gedanken gemartert. Sie wußte nichts mehr und wollte auch gar nichts mehr wissen. Eines Morgens verabschiedete sich Frau Lukasch unter vielen prahle­

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