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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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,, Fräulein Christa Lerche- Schellhammer?" fragte er stockend und ungläubig, indem er sich sonderbar langsam und feierlich von seinem Stuhl erhob. Er wurde plötzlich so blaß, daß es der Sekretärin auffiel. Sie dachte sich aber nichts weiter dabei, denn der Doktor zeigte nach dem Verlust seines Sohnes oft ähnliche nervöse Erscheinungen.

,, In äußerst dringender Angelegenheit, läßt die Dame bitten", fügte die Sekretärin rasch hinzu.

Fabian mußte sich am Tisch festhalten, um nicht zu schwanken, so schwach fühlte er sich auf einmal.' ,, In einer Minute stehe ich der Dame zur Verfügung!" rief er der Sekretärin lebhaft zu, und seine Stimme, wochenlang müde und teilnahmslos, klang seit langer Zeit freudig und frisch. Der Architekt störte ihn nun im höchsten Grade. Die Begründung seiner Ablehnung hätte ihm zu lange gedauert, am raschesten würde er ihn loswerden, wenn er seinen Entwurf einfach annahm. ,, Nun gut", wandte er sich an den jungen Architekten ,,, Ihre Argumente haben mich in letzter Stunde überzeugt. Führen Sie die Änderungen in der vorgeschla­genen Weise durch, in einer Woche bitte ich Sie, sich wieder bei mir sehen zu lassen." Der Architekt, der schon alle Hoffnung aufgegeben hatte, dankte und verabschiedete sich zufrieden und rasch.

Fabian hatte die Empfindung, als habe er große Eile und wußte nicht weshalb. Er warf einen raschen Blick über den Schreib­tisch und ging zum Spiegel, um sein Aussehen zu prüfen. Da aber vernahm er schon Christas leichten Schritt auf dem Korridor, er hörte ihr Klopfen nicht, und schon stand sie in der Türe. Mit einem einzigen Blick umfaßte er ihre Gestalt, und Wärme über­strömte sein Herz. Ja, das war Christa, wie er sie zuweilen in seinen Träumen noch gesehen hatte! Kaum war er imstande, ihr einen Schritt entgegenzugehen, als sie auch schon mit Tränen in den Augen auf ihn zueilte und ihm ihre Hände auf die Schultern legte.

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