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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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auf Kisten und primitiven Bänken, auf Kokshaufen, einige brachten auch Liegestühle mit, manche sogar Betten.

Der Keller war mit einer schwachen Glühbirne erleuchtet, die mit blauem Papier umwickelt war, denn nicht der leiseste Schim­mer von Licht durfte hinausdringen, wenn die Kellertüre geöffnet wurde. Für den Winter hatte Frau Beate zuerst einen kleinen eisernen Ofen aufgestellt, aber die alten Weiber husteten zu sehr und fürchteten die Kohlengase, so daß sie bald den Ofen nicht mehr heizte, auch war das rationierte Heizmaterial knapp.

Wie hatte Fab der Duft eine Gesicht. Er ha

Auf der Kellertreppe saß der Luftschutzwart Krebs, den Frau Beate verfluchte und bewachte die Türe. Zuweilen kroch er ins Freie.

In dem düst Leute beteten, Köpfen wahrn geige. Bei jeden Ruhe!" bef

,, Das Wetter ist ihnen zu schlecht", sagte er, wenn er zurück­kam. ,, Sie rücken wieder aus. Zwei herrliche Christbäume stehen über der Stadt." Oder er sagte mit meckerndem Lachen: ,, Heute machen sie schlechte Geschäfte. Unsere Nachtjäger sind hinter ihnen her. Eben wurde einer abgeschossen, er überkugelte sich wie ein Karnickel."

Stimme.

Die Kinder ten, daß etwas Schlafe störte.

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Fensterscheiber dicht bei der Alles sprang e

,, Bringen Sie uns weiter gute Nachrichten, Krebs", ermunterte ihn die Baronin von Thünen, die häufig, wenn sie dienstfrei war, im Keller Schutz suchte. ,, Das macht den Kleinmütigen Mut, die der Ansicht sind, ein Krieg werde in vierzehn Tagen gewonnen." ,, Ein neues Geschwader ist über der Stadt, Frau Baronin." ,, Nun laß sie nur kommen. Unsere Nachtjäger werden unter ihnen aufräumen!" Die Baronin Thünen in ihrem hübschen Schwesternkostüm wickelte sich wieder in ihre Decken und bat um einen Schluck Wasser.

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schutzwartes Wir Deuts ben!" rief die durch den Tu

Ein Schluck Wasser war stets zu bekommen, einen Schluck Kaffee aber bekam nur, wer ohnmächtig wurde, was oft geschah. Frau Beate hatte bei jedem Angriff eine Thermosflasche mit Kaffee bei sich. Sie saẞ stets unter der Lampe auf derselben Kiste, etwas steif aufgerichtet, ruhig lächelnd, als habe sie nicht eine Spur von Furcht.

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Boden geworf Geschrei und

Christa kauerte auf einer Bank mitten in einer Reihe von Kindern, die sie beruhigte, sooft es sein mußte. Sie saẞ still und geduldig, das Herz voller Angst, aber ihr sanftes Lächeln war fortwährend über ihr Gesicht gebreitet, auch wenn sie schwieg

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