Druckschrift 
Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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Frisur und gleichzeitig dahinter Wolfgang im hellen Arbeitskittel bei der Arbeit. Er begrüßte die etwas korpulente, vollbusige Dame mit hochgeworfener Hand und einem kräftigen ,, Heil Hitler !", während er Wolfgang nicht beachtete. Der Komman­dant war gottlob dienstlich abwesend."

Wolfgang erkannte ihn augenblicklich, verbarg jedoch sein Erstaunen hinter einem Lächeln. Gleichen aber hatte Wolfgang kaum wiedererkannt. Sein wirres Haar war kurz geschoren, sein Gesicht erschreckend mager und eingefallen, dazu fehlten ihm einige Zähne, und er schien leicht zu hinken. Seine Hände aber, die Gleichen so gut kannte, waren zu Skeletten abgemagert.

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Als Kunstkritiker mußte Gleichen die Büste natürlich von allen Seiten eingehend betrachten und studieren, so daß das Modell schließlich aufstand. ,, Schreiben Sie für den Beobachter?" fragte die Dame mit der kühnen Frisur.

,, Nein", entgegnete Gleichen, er schreibe für verschiedene große Kunstzeitschriften und werde sich erlauben, der Frau Kommandantin die Aufsätze zuzusenden.

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,, Dann studieren Sie nur alles recht gut", sagte die Dame und verließ das Zimmer. Sie war eine leidlich hübsche, gutmütige Frau, frühere Bardame. Im Nebenzimmer hörte man sie mit ihrer Schneiderin umständlich telefonieren. Fast zehn Minuten konnten die Freunde halblaut miteinander sprechen. Als der Hörer des Telefons nebenan abgelegt wurde, drückten sie sich die Hände, und Gleichen machte wieder eifrig Notizen. Wenige Minuten später verließ er das Haus.

der Professor."

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Während des ganzen langen Heimweges lachte er glücklich in sich hinein, und das Düster in seinen Augen wurde von einer eigentümlichen Helligkeit abgelöst, die den ganzen Tag anhielt. Erst jetzt wußte er, wie sehr er Wolfgang zugetan war.

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Noch am gleichen Tage lief er zwei volle Stunden nach Jakobsbühl, um Retta die Grüße Wolfgangs zu überbringen. Der Professor hoffe nun bald, Birkholz verlassen zu dürfen. Dann klingelte er bei den Damen Lerche- Schellhammer an. Er habe Grüße von Professor Wolfgang Fabian zu bestellen, und zwar habe er versprechen müssen, sie persönlich auszurichten. Man bat ihn um seinen Besuch am morgigen Nachmittag.

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