rasch wie möglich zu heiraten, um sie für immer um sich zu haben. Schon seit Wochen hatte er eine hübsche Villa in Aussicht, die Christas Geschmack ohne Zweifel zusagen würde. Vielleicht war sie etwas zu groß, aber sie würden ja wohlhabend sein und Dienstboten halten können, soviel sie wollten. Seine Praxis und seine laufenden Geschäfte sicherten ihm ein hohes Einkommen und Christa selbst würde ja ein bedeutendes Vermögen in die Ehe mitbringen, ganz anders wie seinerzeit Clotilde mit ihren vier bankrotten Häusern.
Sein Heimweg führte ihn an Christas Haus vorüber. Alle Läden waren noch geschlossen. Der kleine Vorgarten lag verwahrlost und winterlich da, welke Blätter hingen noch an vielen Büschen. Schon aber war Nero da und sprang kläffend am Gitter empor und seine hellen Augen blendeten aufgeregt. Fabian sprach ihn an und sofort begann er freudig zu wedeln und den Kopf gegen das Gitter zu reiben, so daß Fabian ihn am Kopf kraulen konnte. Nero folgte ihm bis zum Nachbargrundstück und kläffte ungeduldig, als er seinen Weg fortsetzte. Noch lange hörte Fabian sein Gekläff und nahm es als ein gutes Zeichen.
Auf sein Zimmer zurückgekehrt, fand er ein Telegramm auf dem Schreibtisch. Es war von Christa. ,, Wir kehren am sechsten Mai zurück. Denken Sie an unsere große Aussprache!" depeschierte sie.
Das Telegramm berauschte ihn förmlich. Er küßte es hingerissen, ganz wie ein Gymnasiast, sogar an die große Aussprache dachte sie!
Er öffnete das Fenster und blickte lange in die dunkle Nacht hinaus. Ein einziger großer Stern war am Himmel zu sehen. Das war Christas Stern! Fürwahr, er stand auf dem Gipfel seines Lebens.
Da er in diesem Glücksrausch unmöglich einschlafen konnte, stieg er nochmals ins Hotel hinab und bestellte sich eine Flasche Sekt. Roẞmeier begleitete soeben die letzten Gäste hinaus und machte einen ziemlich vergnügten Eindruck, so daß ihn Fabian zu einem Glas Sekt einlud.
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,, Ich habe eine gute telegrafische Nachricht erhalten", sagte er gutgelaunt ,,, trinken Sie doch ein Glas mit mir, Roẞmeier."
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