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Als er bei der Überfahrt der Schellhammerschen Werke eine halbe Stunde warten mußte, fuhr ein endloser Zug vorbei. Es war ein Zug von dreißig Güterwagen, er hatte sie gezählt. Was aber stand auf den Wagen? Nun, er hatte es mit eigenen Augen gesehen: Tanks, Tanks, funkelnagelneue, grau gestrichene Tanks, alle ganz gleich, wenn auch starke, wetterfeste Plane sie verbergen sollten. Ein erfrischender Anblick für Fabians Herz! Vor Tagen hatte man ihm erzählt, daß sie in der Nähmaschinenfabrik von Wurmser Granaten drehten, in drei Schichten. Die Arbeiter und das gesamte Personal waren vereidigt worden, man durfte nicht darüber sprechen, und doch wußte es die ganze Stadt. Bei Wurmser drehten sie Granaten, auch in der Weberei von Langer& Co. und noch irgendwo, er hatte es vergessen. Wunderbar, das Heer rüstete auf und so war es gut. Versailles war zu Ende.
Nach Tisch fuhr er zum Hofgarten und ließ den Wagen vor dem barocken Eingangstor halten.
Der Hofgarten war noch ganz kahl. Die Linden warfen besenähnliche struppige Schatten über die aufgeräumten Wege. Auf dem Rasen vor dem Haus des Hofgärtners standen vereinzelte dottergelbe und lila Krokusse, dicht am Haus blühten Büschel von Schneeglöckchen neben einer Gruppe hellgelber Zwergtulpen. Fabian ging gemächlich den Hauptweg entlang. Die Sträucher zeigten alle strotzende Knospen, viele trugen sogar schon winzige Blätter, manche aber standen noch völlig tot da. Doch wenn man mit dem Nagel einen Zweig ritzte, so waren sie grün, voller Saft und Leben. Die Linden schienen noch völlig leblos, sah man sie aber näher an, so waren die Zweige bedeckt mit Knospen. Ohne Zweifel, so hartnäckig auch der Winter war, nun kam der Frühling.
Einen Monat noch und Christa war wieder in der Stadt und sein Leben erhielt wieder Sinn und Inhalt. Nur Menschen, die man liebt, dachte er, geben dem Leben Reichtum, ohne sie ist das Leben arm und schattenhaft.
Christa hatte ihm versprochen, noch nähere Nachricht zu geben und es wäre würdelos, nicht noch etwas Geduld zu haben. Jedenfalls war es bei ihm eine beschlossene Sache, Christa so
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