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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
236
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VIII

Wie alle Menschen hatte auch Fabian seine glückverheißenden Tage.

An einem Morgen im April erwachte er in besonders froher und zufriedener Laune. Er hatte herrlich tief und lange ge­schlafen und als er erwachte, fiel ihm ein, daß er von Christa geträumt hatte. Er sah ihr Gesicht so klar und deutlich wie nie in seinem Leben, schien ihm, und als er ganz wach wurde, er­blickte er es immer noch scharf vor sich. Ihr Lächeln begleitete ihn in den Tag.

Auf der Straße fiel ihm ein, was sie im Traum gesprochen hatten. Christa hatte ihm zu seiner Ernennung zum Obersturm­führer beglückwünscht, irgend jemand hatte es ihr geschrieben. Nur noch etwas Geduld mußt du haben, sagte sie im Traum, eine Kartenlegerin in Rom prophezeite mir: Sie werden einen hübschen Mann heiraten, der in seinem Lande Minister wird. Darüber hatten sie beide nicht genug lachen können.

Die Sonne leuchtete und war ordentlich heiß, obschon es erst Anfang April war. Fabian beschloß, zu Fuß in sein Büro zu gehen. Er grüßte und die Leute erwiderten achtungsvoll seinen Gruß. Bei Gott, sie sahen alle heute so wohl und frisch ge­waschen aus, das kam von der Sonne.

Im Büro wartete der Makler auf ihn, der die Bahnhofstraße bearbeitete. Die Gesellschaft ,, Grund und Boden" hatte bereits eine Menge von Objekten aufgekauft, viele spottbillig, und der Agent machte eine Reihe neuer vorzüglicher Vorschläge.

Jedenfalls, die ,, Grund und Boden" war im Begriff, gute Ge­schäfte zu machen, und Fabian berechnete, daß er bei diesen Transaktionen mindestens eine Million verdiente. Nein, Christa, du wirst keinen armen Schlucker heiraten und vielleicht wird dein Zukünftiger sogar Minister. Es ist ja möglich, daß die Kar­tenlegerin in Rom richtig prophezeite, warum nicht?

Um elf Uhr nahm er einen Termin wahr, in dem er günstig abschnitt, wie gesagt, heute ging alles herrlich. Dann aber fuhr er eine Stunde mit dem Wagen an die frische Luft, immer noch schien und leuchtete die Sonne.

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