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Er geleitete Marion in die Diele und rief dem alten Diener zu: „Bringen Sie die Dame zum Tor.“
Geduld! Geduld! dachte er, während er Marion nachblickte.
Es war dunkle Nacht geworden und ein heftiges Schneetrei- ben hatte eingesetzt. Vor dem Tor stand eines der silbergrauen Autos, und eine dunkle Gestalt näherte sich Marion. Es war Möhn.„Ich habe die Ehre, Sie nach Hause zu bringen“, sagte er.
„Danke“, wehrte Marion ab.„Ich habe ja nur einige Minu- ten nach Hause.“
Möhn aber vertrat ihr höflich den Weg.„Sie sehen ja, wie es schneit, ich bitte Sie herzlich“, widersprach er.„Ich habe den Befehl, Sie bis zu Ihrer Türe zu bringen.“
In wenigen Minuten waren sie in Amselwies, und wiederum berief Rittmeister Möhn sich auf einen Befehl, als er Marion einige Zweige weißen Flieder überreichte.
In aufgeräumter Laune betrat sie die Küche. Die Aufmerk- samkeiten, mit der ihr der Gauleiter seine Neigung ausdrückte, erfreute sie im Grunde ihres Herzens. Jedes Mädchen ist be- glückt, wenn man ihm den Hof macht.
„Du bist ja so gut gelaunt?“ fragte Mamuschka schlecht- gelaunt, während sie argwöhnisch den Fliederstrauß musterte.
Marion lachte.„Ich habe auch allen Grund dazu, scheint mir“, rief sie aus.„Ich glaube, der hohe Herr hat seine Sympathien für mich entdeckt.“
„Um Gottes willen!“
Wiederum lachte Marion. Sie freue sich vor allem, weil sie eine Chance zu erblicken glaube, der Schule und ihnen allen nützlich sein zu können. Das müsse ja Mamuschka verstehen! Natürlich mußte sie die Erlebnisse des Tages bis ins kleinste erzählen. Sie tat es mit viel Humor, während sie die Fliederzweige zerbrach und ins Feuer warf.
„Es ist ein Jammer um den schönen Flieder!“ klagte die Pflege- mutter.„Weshalb muß der arme Flieder es büßen?“
Der Flieder verkohlte und verbrannte, und Marion schob die Eisenringe wieder über das Feuer.„Es ist ein Jammer um vieles in der Welt“, entgegnete sie.„Ist es nicht ein Jammer, daß man heucheln und lügen muß in dieser Welt?“
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