Druckschrift 
Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
224
Einzelbild herunterladen

Der Gauleiter streckte ihr die Hand über den Tisch entgegen. ,, Gut, dann morgen um sechs Uhr!" rief er aus. ,, Sie melden sich bei Rittmeister Möhn. Auf Wiedersehen!"

Die Audienz war zu Ende.

Beim Hinausgehen fiel Marions Blick auf eine Frauengestalt des Deckengemäldes, die, in helle Gewänder gehüllt, ihre er­hobenen Hände verzückt gegen den Himmel streckte. Das war ihr letzter Eindruck, dann schloß sie rasch die Türe.

Mit leichten Füßen eilte sie die Treppe hinunter, der Erfolg beflügelte ihre Schritte. Sie hatte der Schule einen ungewöhn­lichen Dienst erweisen können, obschon alle, alle einen Miß­erfolg voraussahen.

Als sie die Stufen des Palais hinabstieg, waren alle ihre Schritte noch zu sehen, nur waren sie, da es leicht taute, ganz schwarz geworden. Das sah lustig aus.

Er

Karten

hatte.

Hecht

jünger

Weibe

knaller

war in

günsti

räumi

Vasen

haften

Pelz

beugt

Hause

melde

Ma

Ihr H

VI

Nach Einstetteh fuhr seit der Zeit, da der Gauleiter die ,, Burg " bewohnte, ein Omnibus, der stündlich verkehrte, aber Amsel­wies lag höchstens fünfzehn Minuten entfernt, und Marion machte den kleinen Weg zu Fuß. Pünktlich um sechs Uhr meldete sie sich bei der Wache und sagte, daß sie Herrn Ritt­meister Möhn zu sprechen wünsche.

Der Posten führte sie, ohne ein Wort zu erwidern, zu dem schweigend daliegenden großen Haus; aber sie waren kaum einige Schritte gegangen, als der Offizier mit dem verwegenen Kopf, den sie gestern im Palais gesehen hatte, aus dem Haus trat und ihr entgegenging.

Er begrüßte sie mit der größten Zuvorkommenheit. ,, Ich erhielt den ehrenvollen Auftrag, Sie zu empfangen, mein Fräulein", sagte er. ,, Der Herr Gauleiter erwartet Sie. Er sagte mir, daß er von Ihrer zwanglosen Art zu plaudern einfach ent­zückt sei, besonders aber hat ihn Ihr herzliches Lachen be­zaubert."

umzu

De

brach

haber

suche

ja fes

Sie n

Wo

raum

in e

bede

dabe

einz

Lero

WO

Sie

lach

kan

1991

224