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,, Ja, ich bin Jüdin", antwortete Marion und blickte dem Adjutanten ins Gesicht. In ihren großen, schwarzen Augen erwachte heiße Glut, die nicht mißzuverstehen war. Sie sagten: Glauben Sie nur nicht, daß ich mich dessen schäme, und hüten Sie sich, die geringste Kränkung zu äußern. Vogelsberger verstand sie recht gut.
Er wandte den Blick ab und schüttelte den Kopf, daß seine hellen Haarsträhnen aufleuchteten. Dann aber erwachte von neuem das Lächeln auf seinen Lippen. ,, Schön, schön!" begann er wieder. ,, Bleiben Sie ganz ruhig, ich werde mich jedenfalls bemühen, Fräulein Fahle. In einigen Minuten werde ich Ihnen Bescheid sagen."
Marion warf ihm einen dankbaren Blick zu. ,, Ich bin Ihnen äußerst verbunden!" rief sie aus.
Der lange Offizier verließ das Zimmer und man hörte seine Schritte auf dem Korridor hallen.
Marion war mit dem Erfolg zufrieden, sie blieb sitzen und wartete, während sie die Augen über die alten, schweinsledernen Bände auf den Gestellen gleiten ließ. Er meint es gut mit dir, dachte sie, von Dankbarkeit erfüllt. Je länger es dauert, desto günstiger ist es.
Nach einer Viertelstunde hörte man wieder die Schritte des hochaufgeschossenen Offiziers auf dem Korridor hallen. Sie kamen näher, sie hielten an, die Türe wurde aufgerissen. ,, Der Herr Gauleiter läßt bitten!" rief der Adjutant mit einer leisen Genugtuung in der Stimme.
Marion dankte ihm mit einem Lächeln, sie errötete freudig. ,, Ich bitte die Türe geradeaus!" sagte der Offizier, der ihr über den Korridor folgte und endlich an eine hohe Türe klopfte, die von zwei weißen Karyatiden flankiert wurde. ,, Ich bitte!" fügte er mit einer Verbeugung hinzu und klappte mit den Absätzen. Marion trat ein.
Größe und Eigentümlichkeit des Empfangsraums verwirrten sie im ersten Augenblick. Es war ein großer Saal, dessen Decke eine herrliche Bemalung schmückte, die Marion förmlich berauschte. Das Deckengemälde stellte die Himmelfahrt Christi dar, eine Schar von Engeln umkreiste den Heiland, während andere
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