sie Fabian in seiner Laufbahn als Beamter nicht schädigen wolle. Sie mache aber ihre Geneigtheit von zwei Bedingungen abhängig.
Die erste Bedingung sei, daß die beiden Jungen ihr völlig überlassen würden, die zweite, daß die jetzige Wohnung in ihren Besitz übergehe.
Clotilde wußte, wo er verwundbar war und schlug ohne Erbarmen zu.
Fabian liebte seine beiden Jungen zärtlich. Robby war heute zehn Jahre alt und Harry zwölf. Er hatte sich tausendmal geschworen, daß er es ,, als Vater und Christ" nicht verantworten könne, sie der geistigen Atmosphäre der Mutter auszuliefern. Noch kürzlich wollte er wenigstens darauf bestehen, daß man die beiden Jungen noch drei bis vier Jahre im Institut ließ, bis sie etwas reifer wären. Sein Herz blutete, seine beiden Jungen, aus denen er weiß Gott was machen wollte, aufzugeben, aber er beugte sich. Er tat es für Christa. Dem etwas erstaunten Schwabach erklärte er, daß er es stets für eine Herzlosigkeit gehalten habe, einer Mutter die Kinder vorzuenthalten. Eine derartige Härte widerstrebe seinem innersten Wesen. Zudem habe er sich zur Ansicht durchgerungen, daß es einem Mann leichter falle, sich ein neues Leben aufzubauen als einer Frau.
Die zweite Bedingung war leichter zu erfüllen. Seitdem er sich klar darüber geworden war, daß er Christa in Wahrheit liebte und er ihr, wie es ihm schien, nicht gleichgültig war, strebte er danach, klare und eindeutige Verhältnisse in seinem Leben zu schaffen. Seit dieser Zeit hatte er die Absicht, sich von Clotilde auch räumlich zu trennen. Daß sie beide in Scheidung lagen, wußte die ganze Stadt und gewiß auch Christa.
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Schon seit Tagen hatte er seine Vorbereitungen getroffen. Er stand mit dem Besitzer des ,, Stern", Roßmeier, für den er einige Rechtshändel geführt hatte, sehr gut, und der Hotelier stellte ihm zu mäßigem Preise zwei geeignete Räume zur Verfügung, die er mietete.
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