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,, Ich danke Ihnen herzlich, Herr Justizrat", erwiderte er. ,, Es ist mir aber unmöglich, mich zu der überraschenden Wendung so rasch zu äußern. Ich komme morgen früh in Ihr Büro."
Die erste Empfindung, die die Nachricht Schwabachs in ihm ausgelöst hatte, war Triumph gewesen. Clotilde will die Aussöhnung! Schön, aber nun wollte er nicht mehr. Clotilde hatte verloren! Eine andere Frau, eine wertvollere, war in sein Leben getreten, und er hatte beschlossen, sein Leben auf eine ganz neue Grundlage zu stellen. Lebe wohl, Clotilde. Er liebte sie nicht mehr, er haßte sie jetzt. Daß sie ihm zwei begabte gesunde Knaben geschenkt hatte, sollte ihr nie vergessen sein, unvergessen aber waren für alle Zeiten jene beiden Beleidigungen, die sie ihm zufügte: Einmal hatten sie sich gezankt, und Clotilde ,, bettete sich um". Sie nahm ihr Kopfkissen und bettete es an das Fußende des Bettes. Das andere Mal verließ sie mitten in der Nacht mit ihrem Bett den Schlafraum und zog in ein anderes Zimmer. Solche Beleidigungen vergißt ein Mann nie! Die Beschimpfung fraß noch heute in seiner Seele.
,, Herr Justizrat!" rief er und hob sein Glas gegen Schwabach, der ihm vom Nachbartisch aus zutrank.
Am nächsten Vormittag begab er sich zu Schwabach und lehnte den Versöhnungsversuch rundweg ab, gegen eine Trennung im Guten dagegen habe er nichts einzuwenden.
Schon am Tage darauf bekam er die Folgen der Ablehnung zu spüren. Clotilde erschien nicht mehr bei Tisch. ,, Die gnädige Frau speist in ihrem Boudoir", bestellte Martha verlegen. Clotilde bekam jetzt häufig Damenbesuch. Es waren Damen der besten Gesellschaft, die schon im Korridor politisierten. Zuweilen waren sie auch von Clotilde zum Mittagessen eingeladen. ,, Das Speisezimmer benötigt heute die gnädige Frau", bestellte Martha. ,, Soll ich für den Herrn Doktor im Arbeitszimmer decken?"
,, Danke, nein", erwiderte Fabian ,,, ich werde in Zukunft auswärts essen." Clotilde ist verletzt, dachte er voller Genugtuung. Jetzt weiß sie, daß sie das Spiel verloren hat.
Clotilde ließ Fabian über Anwalt Schwabach wissen, daß auch sie eine gütliche Trennung einem Prozeß vorziehe, vor allem, da
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