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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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den Weg, Papa ist oben auf der Terrasse." Leichtfüßig rannte sie die Treppe empor. Das weiße Kätzchen war ihr, ohne daß je­mand es beobachtet hatte, gefolgt. Es flog hinter ihr her, kletterte blitzschnell auf ihren Rücken und ihren Kopf.

,, Da ist Michel wieder, Mamuschka", schrie Marion lachend, und man hörte ihr Gelächter noch, als sie die Tür hinter sich schloß. ,, Sie ist nichts, als der reinste Übermut, diese Marion!" sagte Rebekka und schüttelte verliebt den grauweißen Tituskopf.

Fabian folgte Marion durch das große Bibliothekszimmer, eine Art Saal, der nahezu das ganze Erdgeschoß einnahm. Er hatte auf drei Seiten bis zum Boden reichende Fenster, durch die eine Flut helles Licht aus dem Garten strömte. Die Wände waren bis oben mit Büchern angefüllt, eine breite bequeme Treppe, auf der soeben Marion verschwunden war, führte in die erste Etage empor. Sobald man diesen Raum betrat, fühlte man sich von der Ruhe und Feierlichkeit eines Museums umgeben, und Fabian überkam abermals sein alter Gedanken, wie wundervoll es sich hier denken ließ.

Wiederum betrachtete er im Vorübergehen die vereinzelten Möbel, Schränke, Truhen. Sie waren alle gediegen und erlesen, ohne prächtig zu sein. Ihr Zauber, wie der des ganzen Hauses, bestand in ihrer Gediegenheit und Vollendung. In allen Dingen hatte Fahle Pracht und Prunk vermieden.

Die Terrasse war breit und geräumig und zeigte in einer Ecke beim Hause eine Gruppe von Kübelgewächsen, die wie ein klei­ner Garten erschien. Zwischen den grünen Blattpflanzen, Myrten und Lorbeerbäumchen stand ein Ruhebett, auf dem Sanitätsrat Fahle lag. Er wandte ihm das blasse, magere Gesicht mit den dunklen, leicht fiebrigen Augen zu, als er eintrat.

XII

,, Sie erlauben, daß ich liegenbleibe, lieber Freund!" sagte Fahle mit dünner, kraftloser Stimme.' ,, Ich kann Sie auch so willkom­men heißen und Ihnen danken für Ihren Besuch bei einem Ver­

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