ordnend über das schwarze Haar, das das Kätzchen zerwühlt hatte. ,, Sie haben vergessen, daß ich zur Zeit als Hilfslehrerin in unserer Schule beschäftigt bin", fügte sie hinzu.
In diesem Augenblick wandte sie sich in auffallender Hast ab und ging voran ins Haus. ,, Sie erlauben, daß ich vorangehe", rief sie mit ihrer hellen Stimme. ,, Bitte, treten Sie ein. Papa wartet schon sehnsüchtig auf Sie."
Fabian folgte ihr zögernd und betreten. Ihr jähes Erröten und die unerklärliche Hast hatten ihn erschreckt. In dieser Sekunde fiel ihm ein, daß er eine unverzeihliche Taktlosigkeit begangen hatte: Marion war ja Jüdin! Er hatte es im Moment völlig ver
gessen.
Welch unbegreifliche Torheit, die Frage nach dem Semesterbeginn! schoß es ihm durch den Kopf. Er errötete voller Beschämung und war glücklich, daß ihn niemand beobachtete.
Da hörte er Marions frische Stimme, die laut in die Halle hineinrief: ,, Mamuschka, Mamuschka!" Er atmete auf, niemand hatte seine Verwirrung bemerkt.
Im gleichen Moment kam auch schon die Hausdame Rebekka aus einer Türe, gefolgt von einem Mädchen, das eine Schüssel voll ausgesuchter Birnen trug.
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, Welch herrliche Birnen Sie da haben!" rief Fabian aus. ,, Es ist die Köstliche aus Charneu", sagte Rebekka und preẞte Fabian herzlich die Hand, wobei sie ihm dankbar in die Augen blickte. Sie hielt seine Hand fest und liebkoste sie mit ihren weichen Händen.
,, Haben Sie vielen Dank, daß Sie zu uns herauskommen. Wir sehen nur selten Menschen bei uns. Zuweilen kommt Ihr Bruder Wolfgang zu uns, jede Woche auch Herr Gleichen. Sonst aber haben uns alle vergessen."
Rebekka war eine behäbige ältere Frau mit einem Tituskopf grauweißer Löckchen auf dem Kopf. Sie war klein, hatte verschwommene Züge, Hängebäckchen und einige schwarze Schnurrbarthaare auf der Oberlippe. Ihre Augen strahlten gütig hinter kreisrunden Brillengläsern.
,, Ich werde Herrn Doktor Fabian bei Papa anmelden, Mamuschka", rief Marion und eilte durch die Diele. ,, Sie kennen ja
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