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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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Fabian bat, ihn sogleich mit Sanitätsrat Fahle zu verbinden. Der Sanitätsrat war seit Jahren Fabians Hausarzt, dem er sehr verpflichtet war und, wie die ganze Stadt, aufrichtig verehrte. Sanitätsrat Fahle sprach mit müder Stimme und ziemlich ver­worren. Es handle sich um eine private Angelegenheit, die sich am Telefon nur schwer berichten lasse. Ja, er lebe seit einiger Zeit auf seinem Landsitz und sei von all den Aufregungen krank geworden.

Fabian versprach, morgen bei ihm vorzusprechen. Dann gab er Fräulein Zimmermann den Auftrag, ihm alle aktuellen Akten bereitzulegen, er wolle heute bis in die späte Nacht arbeiten. ,, Bringen Sie mir auch bitte die Jahresberichte der Schellham­merschen Werke", fügte er hinzu.

,, Die Berichte Schellhammer werde ich sofort heraussuchen. Die Akten liegen schon bereit", erwiderte die Sekretärin. ,, Es ist übrigens wenig Neues hinzugekommen, wie Sie wissen. In der Praxis ist es zur Zeit sehr still!" fügte sie hinzu. Da Fabian nichts entgegnete, wünschte sie ihm gute Nacht und ging.

,, Gute Nacht", sagte Fabian. Er war allein und vertiefte sich in den Stapel Akten. Seine Praxis als Anwalt, die vordem außer­ordentlich florierte, war in den letzten Monaten ganz auffällig zurückgegangen, sie deckte kaum noch seine Spesen.

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,, In der Praxis ist es zur Zeit sehr still!" Er lachte vor sich hin. ,, Sie scheinen noch immer nicht zu verstehen, Fräulein Zimmer­mann, daß man uns ganz einfach boykottiert!" sagte er zu seiner Sekretärin und erinnerte sich erst, als er zu sprechen begonnen hatte, daß sie schon gegangen war. ,, Noch immer scheinen Sie die wahre Lage der Dinge zu verkennen, mein wertes Fräulein", fuhr er sarkastisch fort. Und mit einem überlegenen Lächeln fügte er hinzu: Ich glaube, Ihnen indessen verraten zu dürfen, meine Beste, daß sich das bald ändern dürfte, sehr bald."

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Er griff nach einem Aktenstück und begann darin zu lesen. ,, Glauben Sie, daß ich ein Mann bin, der die geringste Lust hat, unterzugehen? Wie? Nun, man kennt doch die Geschichte, Ver­ehrteste. Murat und Ney wären zeit ihres Lebens kleine Korpo­rale geblieben, wenn sie nicht die Klugheit und den Mut besessen hätten, Entschlüsse zu fassen."

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