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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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Fabian kam den kleinen Seitenweg aus dem Hofgarten ge­gangen, und sobald er den schmalen Fahrweg überschritt, stand Nero schon am Tor. Der Hund kannte ihn von vielen Be­suchen und schlug freudig an. Sofort erschien eines der hübschen Dienstmädchen, die im Hause beschäftigt waren, um ihm zu öffnen.

Aus dem Hause drang Klavierspiel, jemand übte fleißig eine schwierige Köhler- Etüde, brach aber sofort ab, als der Hund bellte. Es war die gleiche Köhler- Etüde, die Fabian oft gehört hatte, als er sich mit Clotilde verlobte, die später in der Ehe kaum noch das Klavier anrührte. Man vernahm rasche Schritte im Haus, und im gleichen Augenblick erblickte er Christa Lerche­Schellhammer in der geöffneten Haustüre. Als sie ihn sah, schritt sie rasch die wenigen Stufen herab und kam ihm mit aus­gestreckter Hand entgegen. Ihre sanften, warmen Augen strahl­ten, und sie lächelte.

Wie gut, daß Sie aus dem Urlaub zurück sind!" begrüßte sie ihn. ,, Sie ahnen nicht, wie langweilig es war, die Menschen hier sind zu armselig."

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Schon wochenlang hatte Fabian sich auf dieses Wiedersehen gefreut und ihm voller Spannung entgegengesehen. Seitdem seine Ehe mit Clotilde in die Brüche gegangen war, übte er eine große Zurückhaltung gegen Frauen. Er empfand eine starke Zu­neigung zu Christa und hatte im Grund seines Herzens ge­wünscht, daß sie ihn nach der langen Trennung enttäuschen würde. Fast ärgerlich über sich selbst, mußte er sich gestehen, daß er sie in gleichem Maße anziehend fand wie früher.

,, Ich bin glücklich, Sie wiederzusehen", sagte er aufrichtig. Von allen seinen Bekannten hatte er in Wahrheit am häufigsten an sie gedacht. Ihr lächelnder Blick antwortete ihm.

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Christa Lerche- Schellhammer war eine ansprechende junge Dame mit braunen Augen, so weich wie Samt. Ihre regelmäßigen, schlichten, auffallend klaren Gesichtszüge fanden viele für un­gewöhnlich schön, während andere diese Schönheit nicht ent­decken konnten. Niemand aber leugnete den Reiz ihres Lächelns, das ihr ganzes Wesen erhellte, wie ein Licht, das von irgend­woher aus ihrem Innern strahlte.

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