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„Vielen Dank“, sagte der junge Mann, ohne Fabian eines Blickes zu würdigen.„Ich werde Sie von Fall zu Fall anrufen, schön. Die Sache Kraus und Söhne ist ja noch lange nicht ak- tuell, die Firma ist doch jüdisch?“ Er machte wieder eine steife Verbeugung und Fabian verließ das Zimmer.
V
Als Fabian die Tür hinter sich zugezogen hatte, lachte er vor sich hin.„Du wirst noch manchmal anrufen, du eingebildeter Esel“, dachte er wütend. Langsam ging er durch den Korridor und schöpfte Atem.
Der Schrecken war ihm tüchtig in die Glieder gefahren, das mußte man sagen. Noch immer fühlte er ein leises Zittern in seinen Knien, aber schon begann er seine Lage mit größerer Ruhe und Klarheit zu betrachten. Besaß er nicht einen Anstellungs- vertrag mit der Stadt? Man konnte ihm doch nicht ohne weiteres den Stuhl vor die Türe setzen, oder? Es war wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich, daß man diesen jungen Taugenichts unter- bringen wollte und für ihn selbst einen andern Posten bereit hielt, einen bedeutenderen, gewichtigeren Posten. Schon kehrte seine Ruhe zurück.
In diesem Augenblick sah er einen kleinen, etwas beleibten Herrn in großer Hast die Treppe heraufstürmen und an sich vorübereilen. Der kleine, dicke Herr hatte den Hut ins Genick ge- rückt und eilte auf die Tür eines benachbarten Büros zu, die er hastig aufschließen wollte. An seiner Eile und seinem hastigen Wesen erkannte er ihn. Es war Baurat Krieg, ein guter Freund von ihm. Er rief ihn an, gerade als er ins Büro schlüpfen wollte.
Der Baurat wandte den Kopf.
„Lieber Freund!“ rief er erfreut aus und so laut, daß es im Korridor widerhallte.„Ja, da sind Sie also wieder! Kommen Sie doch zu mir herein, damit ich Sie mir genau ansehen kann.“ Dann eilte er Fabian mit aufrichtiger Freude entgegen und schüt-
telte ihm die Hand.„Sie müssen mir von Ihrem Urlaub erzählen,
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