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Besuchstag
Der Sommer 1942 brachte mir noch eine seltene Ueberraschung. Während ich in meiner Schreibstube saß und Zahlen auf Zahlen rechnete, kam der Lagerälteste zu mir mit der Mitteilung, daß ich Erlaubnis bekommen hätte, mit meiner Frau zu sprechen.
Besuche ‚von Angehörigen waren grundsätzlich nicht erlaubt. Wenn ein Häftling zehn Jahre im Lager war, dann sah er niemand von seinen An- gehörigen während der zehn Jahre. Nur in seltenen Ausnahmefällen wurden Besuche zugelassen. Die Zulassung hing von der Zustimmung des Reichs- sicherheitshauptamts ab, des selbstherrlichen Reiches, in dem Herr Kalten- brunner unumschränkt herrschte, vor dessen kalten Blicken selbst der skrupel- und gewissenlose Heinrich Himmler in Angst und Schrecken zurückwich.
Die Nachricht von dem seltenen Besuch hatte mich in zitternde Freude gestürzt, daß ich ganz durcheinander geriet. Unmöglich, mit den Gedanken bei der Arbeit zu sein, die ich verrichten mußte, denn mein Hirn dachte nur das eine und mein Herz fühlte nur dies: Sie ist da, meine geliebte, tapfere Frau, bald werde ich bei ihr sein, bald.
Als ich in der Schreibstube der politischen Abteilung stand, meine Frau im Arm, ihr liebes Gesicht an meiner Brust, da war ich nicht mehr im Konzentrationslager Ravensbrück , sondern auf einer ‚glücklichen einsamen Insel, ohne Leid und Kampf, die nur uns gehörte.
Wieviel gab es zu erzählen! Ich durfte freilich nichts von meinen Erleb- nissen laut werden lassen, aber meine Frau hatte viele Geschehnisse, die gesagt werden durften, zu berichten. Von ihren Arbeiten und Erfolgen, von ihren vielen Umzügen, von unserm Jungen usw.
Wie im Fluge war die halbe Stunde Sprechzeit vergangen.
Dann mußten wir uns endgültig trennen.
Aber ich nahm die halbe Stunde Glück wie eine Kostbarkeit mit in den Rest meines grauen Tages. Und er war vergoldet und klingend davon.
Bevor das rohe Urteil ward vollstreckt, ließ man sie nackt im Bunker vegetieren. Sie mußten hungern und entsetzlich frieren.
Sie waren nur mit Leiden zugedeckt.


