einen Satz zusammenhängend zu reden, sprach nur in stockenden abgehackten Satzteilen, merkte diesen Mangel seines Nazigehirns und versuchte, ihn mit brutalem Klang seiner Stimme und einem ,, wuchtigen" Vorwärtswerfen seines muskellosen Oberkörpers in die kurzen dünnen Beine beim Gehen ,, wettzumachen". Er handelte fast stets unüberlegt und widersinnig und merkte dies oft erst bei den katastrophalen Folgen seiner Maßnahmen. Sein Gesicht war bei aller Dürftigkeit der Form finster, brutal und gemein. Alle Laster schienen sich darin ein Stelldichein gegeben zu haben.
Jetzt schrie und tobte er wie ein Besessener. Jeder Komplex, jede Hemmung schien gewichen. Sein Gesicht mit fürchterlich vorgeschobenem Unterkiefer war zur Fratze verzerrt. Er versuchte mit Fußtritten den Bewußtlosen hochzutreiben. Als ihm das nicht gelang, ließ er ein paar Eimer Wasser holen und diese dem Häftling über den Kopf gießen. Das Bewußtsein kehrte zurück.
Aber dafür, daß der Häftling es gewagt hatte, vor dem Lagerführer bewußtlos zu werden, bekam er fünfundzwanzig Stockhiebe. Dabei wurde er abermals bewußtlos.
Drei Stunden später, um 11 Uhr abends, war er tot.
Folterungen wegen eines Diebstahls
Der grenzenlose Hunger im Lager trieb die Menschen immer wieder dazu, jede Gelegenheit, um sich Eẞwaren, oder Eßbares zu verschaffen, auszunutzen. Ob es sich um Kartoffeln oder Kohlrüben handelte, um Hundefutter oder Abfälle aus der SS - oder Häftlingsküche, um Pflanzen, Wurzeln oder Pilze, überall irrten Hungernde in der Nähe der Arbeitsstätte auf der Suche nach irgend etwas Eẞbarem herum.
Wurden sie von ihren Vorarbeitern oder von einem SS- Mann erwischt, wurden sie geprügelt und bekamen obendrein noch eine Meldung. Aber alle Strafen schreckten die Hungernden nicht, auch nicht die Tatsache, daß mehrere Häftlinge durch den Genuß von giftigen Pilzen, Pflanzen und Wurzeln unter gräẞlichen Schmerzen gestorben waren.
Der Trieb, den Hunger zu stillen, war stärker als alle abschreckenden schweren Strafen.
Zynische SS - Männer warfen oft. kleinere Mengen Lebensmittel in eine Schar Hungriger und ergötzten sich an dem wilden Kampf aller gegen alle. Das Ergebnis solcher SS - Schaukämpfe war, daß niemand etwas abbekam, dafür aber einige zertrampelt am Boden liegenblieben und blutend oder mit zerbrochenen Knochen nach dem Revier geschafft werden mußten.
Kleinere Diebstähle und Einbrüche kamen fast täglich vor. Jeder holte sich ja nur soviel, um einmal richtig satt zu werden. Außerdem hatte kein Häftling die Möglichkeit, größere Mengen aufzubewahren oder ins Lager zu bringen. 116
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