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Drei Stunden vor dem Tode noch 25 Stockhiebe Im Sommer 1942 war die SS im Lager ausgewechselt worden. Unter den neuen Männern befand sich ein bayrischer Fuhrknecht, der SS- Mann Mendl, ein furchtbarer Kerl, breit und stark, mit gewaltigen Kinnbacken und einem. brutalen Mund, durch den die zusammengepreßten Kiefer erkennbar waren, von denen der untere sich immer vor den oberen schob. Er ließ seine rauf­lustige Händelsucht jeden Abend an den wehrlosen Häftlingen aus. Als Arbeitsdienstführer eingesetzt, verlangte er von den Vorarbeitern, daß sie ihm abends immer eine Anzahl Häftlinge meldeten, die er während des Appells zur ,, Bestrafung" heranziehen konnte.

Da standen nun die armen Sünder, ausgeliefert von den Häftlings- Capos, in Reih und Glied. Viele von ihnen wußten nicht einmal, weshalb sie gemeldet worden waren. Und wenn sie dann gefragt wurden, was sie gemacht hätten, wußten sie nicht zu antworten. Dafür bekamen sie den ersten Kinnhaken, der so wuchtig war, daß sie nach hinten fielen und liegenblieben. Mit Mendl waren weitere SS - Männer erschienen, die die Niedergeschlagenen mit furcht­baren Fußtritten wieder emportrieben, und nun ging es weiter mit Kinn­haken und Fußtritten. Dann kam das nächste Opfer an die Reihe, bis die lange Reihe durch war und Mendl seine Erregung abreagiert hatte.

Währenddessen stand das Lager angetreten und mußte sich diese grau­samen Mißhandlungen an den wehrlosen, ausgehungerten Gestalten als, ab­schreckendes Beispiel" mitansehen.

Mit dieser Strafe aber war es noch nicht genug. Mendl hatte ein Straf­kommando gebildet, das jeden Abend nach dem Appell bis zum Dunkel­werden außerhalb des Lagers arbeiten mußte. In dieses Strafkommando kamen die Gemeldeten, wo sie mehrere Abende ohne Abendbrot arbeiten mußten.

Wie oft haben wir gesehen, wie Häftlinge, die so schwach waren, daß sie den Weg bis zum Arbeitsplatz des Strafkommandos nicht zurücklegen konnten, an den Füßen gefesselt und, von drei oder vier Häftlingen gezogen, herausgeschleift wurden. Zweimal ist es vorgekommen, daß Hinausgeschleifte nur als Leichen zurückgebracht werden konnten.

Für die SS jedoch handelte es sich bei den Schwachen immer nur um Simulanten.

War der Lagerführer Baer anwesend, so kam es nicht selten vor, daß einige der Gemeldeten auf den ,, Bock" gespannt wurden und vor dem ge­samten Lager fünfundzwanzig Stockhiebe erhielten.

Ich erinnere mich noch eines Vorganges, der in seiner Tragik kaum seines­gleichen aufzuweisen hat. Ein Häftling, ein Deutscher( Homosexueller), sollte mit dem Strafkommando ausrücken. Am Tor fiel er bewußtlos zu­sammen. Baer war außer sich. Dieser kleine, schmächtige Kerl war sonst nur aus Unsicherheitskomplexen zusammengesetzt. Er war nicht imstande, 115

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