ora­

Finge

aren

gern

tun,

was

anti­

hres

ren.

dern

und

sich ssen

Das lag im Interesse des gesamten Lagers. Viele Miẞstände wurden auf diese Weise beseitigt, und manche von der SS - oder der Häftlingslager­leitung angeordneten Maßnahmen konnten durch unser Einschalten ge­mildert werden.

Der Lagerführer, Obersturmführer Baer, aber liebte den Zwiespalt zwi­schen Rot und Grün und förderte ihn. Das Lager durfte nicht zur Ruhe kommen. Auf diesen verbrecherischen SS - Willen mußten die Grünen immer wieder durch uns hingewiesen werden. Aber begriffen haben sie es nie. Ihr Handeln war jedenfalls immer das Gegenteil von dem, was wir wollten, und stand im Einklang mit dem, was von der SS gefordert wurde. Den­noch haben wir uns nie entmutigen lassen und immer getan, was das Los der Häftlinge erleichtern konnte.

öllig

kür­

und

Bten

same

men­

eren,

zur

der

werk

ben.

poli­

Furch

wor­

wehr­

enlos

nur

enen

Heren

der

assen

Hungerrationen

-

luxuriöse Herrensitze

Unser Lager lag inmitten herrlicher mecklenburgischer Wälder. Es war umgeben von zahlreichen Seen und fruchtbaren Feldern mecklenburgischer Bauern und Großgrundbesitzer, die alle Arten von Lebensmitteln anbauten, ernteten und abliefern mußten.

Aber in der Kommandanturverwaltung am See saß ein vertrocknetes Männchen in der Uniform eines SS- Hauptsturmführers, der Soll und Haben verglich. Diesem vertrockneten Männchen, das als Rassenschande der Nazis herumlief, waren die Häftlinge ausgeliefert.

Hauptsturmführer Seitz rechnete und rechnete und strich auf der Haben­seite der Häftlinge Posten um Posten. Uebrig blieben Kartoffeln und Steck­rüben.

Und das Lager aẞ Woche um Woche, Monat um Monat Steckrüben und Kartoffeln. Dreiviertel Liter pro Kopf und vier, oft aber auch sechs Mann ein Brot.

Hauptsturmführer Seitz mußte ja Millionen zur Verfügung haben, um Herrenhäuser und Landsitze für die Edelsten" der Nation, für die Meißner, Lammers, Pohl, Himmler usw., bauen und luxuriös einrichten zu können.

Und so mußten die Häftlinge hungern. So mußten täglich in unserem kleinen Lager, das inzwischen wieder auf 1300 Insassen zusammengeschmolzen war, vier bis sechs Häftlinge an Unterernährung elend zugrunde gehen.

Der Ernährungszustand des Lagers war so schlecht, daß die vorgesehenen Arbeiten nicht durchgeführt werden konnten. Ein Transport von mehreren hundert Kranken und Schwachen wurde vom Lagerarzt zusammengestellt und ging nach Dachau zur ,, Erholung".

An Stelle der Verhungerten und als Ersatz für den Krankentransport be­kam das Lager 500 Häftlinge aus Flossenbürg .

8 Finkelmeier: Apokalypse

113