In den ersten Wochen war ich in einem Invalidenkommando der K- Kom­panie tätig. Ich hatte mir durch die Laufschritt arbeiten im Steinbruch eine schwere Sehnenzerrung in der Hüfte zugezogen und war beim Gehen stark behindert. Das Revier hatte mich als Kranken nicht anerkannt, so daß ich weiter zur Außenarbeit mußte. Den weiten Weg aber konnte ich nicht machen und wurde schließlich dem Invalidenkommando zugeteilt. Hier mußten wir Erde bewegen. Heute nach rechts, morgen nach links und am andern Tag wieder umgekehrt, Tag für Tag, wochenlang, bloß um ,, be­schäftigt" zu werden. War nicht genügend Werkzeug vorhanden, mußte ein Teil exerzieren.

Stöckl erschien täglich, um die Arbeiten zu kontrollieren. Er suchte dann immer nach einem Opfer. Sie waren nicht alle immer gleich tot, die er schlug, aber wenn einer am Boden lag, hieb er mit der Schaufel solange auf ihn ein, bis er nur noch röchelte. Dann war er befriedigt und ließ sein Opfer ins Revier schaffen. Ohne sich Rechenschaft über seine Mordtat zu geben, ging er davon. Wer war der Nächste?

An einer der nächsten Tage ließ er gleich drei Häftlinge aufhängen. Ob auf Anordnung der SS oder auf Grund seiner eigenen selbstherrlichen Gerichtsbarkeit, habe ich nicht feststellen können. Für die SS war seine Meldung maßgebend. Danach hatten sich die Häftlinge selbst erhängt. Eine Untersuchung gab es nicht. Wer tot war, wurde gestrichen, und damit war alles ausgelöscht. Die Mörder aber liefen frei herum und hatten die Sym­pathien der SS..

Nur die Häftlinge wachten und warteten auf die Stunde, wo der ge­fürchtete Tyrann wieder als gewöhnlicher Häftling in ihren Reihen mar­schieren mußte.

Und eines Tages war dieser selbstgefällige und herrschsüchtige Bandit Stöckl entthronisiert. Im Kampfe um einen höheren Posten, um den Posten eines Lagerältesten, wurde er entlarvt. In einem seiner vielen Spinde wur­den etwa zwanzig Brote aufgefunden, die er den hungernden Häftlingen gestohlen hatte. Er wurde zwar als Capo abgesetzt, aber weiter von der SS geschützt und in die Strafkompanie versetzt. So wurde er der blutigen Ab­rechnung durch die K- Häftlinge entzogen. Dennoch erschien wenige Wochen später die rächende Nemesis und erfüllte ihr Amt an der Laufbahn dieses Hochstaplers und Verbrechers, die sie zum gerechten Ende führte.

Stöckl war einer von den aktenmäßig Ausgewählten, die in die Versuchs­station für Fleckfieber und Typhusimpfungen kamen und dort starben. Stöckl hat diese Versuchsstation nicht mehr lebend verlassen.

An seine Stelle trat ein anderer Grüner, ebenfalls ein Zuhälter aus Bayern . Ueber ihn hatte sich niemand zu beklagen. Er fühlte sich als Häftling, denn er wußte, daß er eines Tages wieder mit uns marschieren würde. Wenn irgendeiner seiner Vorarbeiter sich an Häftlingen vergaß, griff er sofort ein.

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