Berufs­

en und

worden.

t Men­en und

h doch

on Ver­treiben tischen

ie es in sein, so chtigen

kaum. herheit ark ab­

e Deut­ar, daß prechen

cht, die

hören,

Nach­

solcher

he und

baldige Europa

el und

n, daß samten

zu zer­

ch noch

ängige

und ge­

brauch­

wieder frieden

irgend

die auf

allen Blocks befindlichen Lautsprecher fünfzig oder hundert oder zweihundert Häftlinge der K- Kompanie angefordert wurden. Nie war man sicher vor Ueber­raschungen. Da waren Steine oder Bretter oder Zement abzuladen, Baum­stämme zu verladen, Strohsäcke oder Betten zu transportieren, Schnee zu schaufeln, Straßen zu reinigen usw.

Während der geringen Freizeit hatte die SS immer Arbeit für die Kriegs­verbrecher. Selbstverständlich mußten wir diese Arbeiten durchführen. Wir durften nicht zur Ruhe kommen. Drücken konnte sich niemand. Und so trottete man mit und schuftete oft bis in die späte Nacht. Obwohl es zusätz­liche Arbeit war, die wir zu leisten hatten, gab es keine zusätzliche Verpfle­gung, ebenso mußten wir am nächsten Morgen wie alle Häftlinge auch wieder pünktlich zur Stelle sein.

Zuchthäusler und Zuhälter als Vorarbeiter

Die K- Kompanie war etwa 500 Mann stark und arbeitete als selbständiges Kommando. An der Spitze des Arbeitskommandos stand ein mehrfach vorbe­strafter Zuhälter. Er steckte immer in eleganter Häftlingskleidung, die nach Maß in der Häftlingsschneiderei gemacht worden war. Zu einem richtigen Zu­hälter gehört auch ein gepflegtes Aeußeres, und so ließ er sich täglich rasieren, pudern und massieren. Er bildete sich ein, eine vornehme Erschei­nung und hübsch zu sein. Er war es in Zuhälterkreisen zweifellos mit seinem weichen, glatten, regelmäßigen brünetten Filmgesicht, das etwas Puppen­haftes an sich hatte. Eitel und arrogant schien er sich selbst immer und überall zu Modell zu stehen. Selbstverständlich hatte er auch einen Diener, der ihm die Kleidung in Ordnung hielt, beim Anziehen behilflich war und ihm kochte und servierte. Zuhälter als Führer eines Arbeitskommandos aẞen keine Häftlingskost. Sie hatten gute Beziehungen, immer gut und genügend zu essen. Auf dem Block hatte er sich einen genügend großen Raum reser­viert und ausmöbliert, um sich behaglich fühlen zu können. Der Raum, der den Häftlingen verlorenging, war abgesperrt und mit Mannschaftsspinden umstellt. So war er vor den hungrigen Blicken der Häftlinge sicher, wenn er vor seinem reichgedeckten Tische saß. Unser Zuhälter- Capo war ein ge­fürchteter Mann, denn er war unumschränkter Herrscher über 500 gehetzte und schwache Menschen. Er verfügte über Leben und Tod dieser Häftlinge. Seine gepflegte Erscheinung und sein ,, vornehmes" Auftreten standen jedoch in keinem Verhältnis zu seinem Verhalten den Häftlingen gegenüber. Er war brutal, zynisch, gemein gegen Häftlinge, aber feig und kriecherisch vor der SS. Er hatte cholerisches Temperament und steigerte sich oft bis zur Ra­serei, und dann mußte er Blut sehen. Hatte er sein Opfer ,, fertig gemacht", rückte er seinen Anzug zurecht und ging mit Eleganz und Haltung davon, als ob nichts geschehen wäre.

Das war Stöckl, bayrischer Zuhälter mit einem grünen Winkel.

87