der er am Tage bei der Arbeit in die Hände lief oder der er von den Berufsverbrechern zugetrieben wurde.
Abends wurde seine Nummer aus der Lager- und Blockliste gestrichen und seine Kartothekkarte abgelegt. Er war erschlagen oder totgetreten worden. War der Aufenthalt auf dem Block durch das Zusammenleben mit Menschen, die den größten Teil ihres Lebens in Zuchthäusern, Gefängnissen und Arbeitshäusern zugebracht hatten, auch unerträglich, so freute ich mich doch immer wieder auf den Schluß des Tages, der uns nach schwerer, von Verbrechergesindel beaufsichtigter Schufterei in Regen oder Schneetreiben. einige Stunden im geheizten Tagesraum an sauberen Tischen unter politischen Freunden gönnte.
Freilich mußten wir uns vor den langohrigen Denunzianten hüten, die es in unserer ,, Gemeinschaft" übergenug gab. Glaubten wir unter uns zu sein, so sagte jeder rückhaltlos seine Meinung und nannte alles beim richtigen Namen. Meinungsverschiedenheiten in den wesentlichen Punkten gab es kaum. Die Entwicklung der Ereignisse wurde von allen mit prophetischer Sicherheit gesehen, nur über die Endphase, über das Wie und Wann, gab es stark abweichende Meinungen. Es gab damals noch kein Stalingrad, und die Deut schen standen tief auf russischem Gebiet, dennoch war es für jeden klar, daß der deutsche Eroberungswille an dem Widerstand der Roten Armee brechen würde.
Nicht selten wurden uns auch Nachrichten von Häftlingen überbracht, die durch ihre Stellung bei der SS in der Lage waren, Auslandssender zu hören, Gerade wir von der K- Kompanie mußten bei der Verbreitung solcher Nachrichten besonders vorsichtig sein, um nicht uns und die Uebermittler solcher Nachrichten zu gefährden. Im allgemeinen waren wir über die politische und militärische Lage gut unterrichtet.
Damals war es noch nicht so weit, daß wir Hoffnungen auf eine baldige Befreiung durch eine deutsche Niederlage haben konnten, denn ganz Europa und Nordafrika stöhnte noch unter dem preußischen Militärstiefel und brannte an der Fackel der braunen Mordbrenner. Aber wir wußten, daß auf der anderen Seite fieberhaft gearbeitet und die Kräfte der gesamten gesitteten Welt organisiert wurden, um den deutschen Zuchthausstaat zu zerschlagen und zu vernichten.
Berauscht von den Gedanken und Hoffnungen an unsere, wenn auch noch in weiter Ferne liegende Freiheit, in der wir wieder freie und unabhängige Menschen sein konnten, in der wir nicht jeden Tag gehetzt, geprügelt und getreten wurden, in der wir nicht jeden Tag mit dem Tode zu kämpfen brauchten, gingen wir zu Bett und träumten uns in eine Welt, die uns alles wieder zurückgab, was wir besessen hatten: Freiheit, Frau und Kinder, Heimatfrieden und ein bißchen Glück.
Aber wie oft wurden diese schönen Stunden gestört. Waren nicht irgendwelche Blockarbeiten zu verrichten, konnte man gewiß sein, daß durch die auf
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