daß Bestimmungen und Vorschriften wohltuend und nicht teuflisch sind. Offenbar konnte hinsichtlich dieses schwierigen Vorhabens nur ein Anfang gemacht werden.
Am 15. Mai ging ich mit Mrs. Montgomery und Miẞ Heard vom Britischen Roten Kreuz in die Speisesäle zweier Kantinen des Lagers 3. Wir planten die Einrichtung einer Bücherei und eines Aufenthaltsraums. Eine Woche später war der Plan durchgeführt. Ich fuhr nach Lübeck und befahl dem Bürgermeister, eine Sammlung aller nichtdeutschen Bücher in der Stadt durchzuführen. Vier Tage später standen zweihundert Bände für mich im Rathaus bereit. Darunter befanden sich Macaulays Essays und Romane von Galsworthy , Oscar Wilde , Alphonse Daudet und Warwick Deeping . Unglücklicherweise waren keine polnischen und ungarischen Bücher darunter.
Mrs. Montgomery beauftragte den Bürgermeister von Belsen, Sessel, Grammophone und Klaviere zu beschaffen. Innerhalb weniger Tage hatte sie genug Möbel, um einen Aufenthalts
raum auszustatten.
Unsere erste Bibliothekarin war Elisabeth Kohn, eine schármante und intelligente rumänische Jüdin. Es mangelte uns an Zeitungen, und wir hatten überhaupt keine in polnischer oder russischer Sprache, ausgenommen ein vierzehntäglich erscheinendes Blatt der 21. Armeegruppe, das in sieben Sprachen für DPs herausgegeben wurde und zuerst vor zwei Monaten in Kevelaer erschienen war, ehe die britischen Armeen vom Rheinland aus vorgerückt waren.
Zu Anfang wurde die Bücherei in Lager 3 nicht sehr in Anspruch genommen. Teils wegen der Vorschrift, daß Bücher nicht mitgenommen werden durften, teils aber auch, weil der größte Teil der Überlebenden mehr von einem Verlangen nach Unterhaltung als nach Wissen beseelt war. Dies galt insbesondere für die jungen Frauen. Nach Jahren der Unterdrückung, der Düsternis, des Terrors und Mangels konnte ihr aufgestauter Lebenshunger jetzt endlich befriedigt werden. Sie wollten eher ,, leben" als denken. Dies galt nicht für alle Insassen des Lagers 3, denn 400 von ihnen trugen sich in drei Tagen in die Teilnehmerlisten für englischen Sprachunterricht ein, und gewöhnlich waren in der Bücherei drei oder vier
138
Leute über lasen meis ,, Intellektu Mannes en ,, Brüder K Bald erk Unterhaltu Stojowska, fahrung am stellung ein vom Roter Komitees
Bühnentale
kommende
Am 24. Vorstellun umfaßte p
russischen
sangen, ei amazonisch
arien, gesu
aber zieml hörtem T Typhus er auf Befeh Auschwitz Untergang
Für da
gramme b schule zu trägern u
ausgestatt Kulissen
Eisenbahn
stempelt.
von Dr.
gelegene für drama


