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von zwei Minuten war er von einer Menge schreiender Frauen geentert, die die Brote an sich nahmen und sie einander ent- rissen ganz wie in den Tagen des Konzentrationslagers. Diese Massenhysterie denn das war es ging so weit, daß der Fahrer die Menge nur durch Weiterfahren zerstreuen konnte.

Zweifellos war diese unbeherrschte Eßbegierde teilweise auf die lange Zeit des Hungers und der Unterernährung zurück- zuführen. Die Menschen brauchten ungewöhnliche Mengen, um ihre Körper und Gewebe wiederaufzubauen."Wesentlicher war jedoch eine psychologische Ursache. Sie litten nämlich an

einer Art Hungerpsychose. Im Grunde konnten sie nicht

glauben, daß die Tage des Hungers vorbei waren. Durch einen unwiderstehlichen Instinkt wurden sie gezwungen, Lebens- mittel an sich zu nehmen, zu stehlen, zu hamstern, einfach, weil sig nach all den Jahren des Terrors ihres Schicksals nicht gewiß waren, immer noch nicht sicher waren, ob nicht der Tag wiederkehren würde, da sie sich unter Gefahr, eine Kugel in den Leib zu bekommen, auf ein Stück Kartoffelschale gestürzt hatten.=

Das Problem der Neueinkleidung der 15 000 Männer und Frauen in den Lagern 3 und 4, von denen viele nur ihre Häft- lingskleidung besaßen, wurde wenigstens teilweise dadurch gelöst, daß viele Kilometer im Umkreis Kleidung in deutschen Ortschaften beschlagnahmt wurde. Ein ehemaliger Stall im Lazarettabschnitt wurde in ein Ausgabelager umgewandelt.

So hatten die Engländer mit Hilfe des guten Wetters und der bereits bestehenden Einrichtungen der Panzerausbildungs- schule bis Ende Mai die vordringlichen Aufgaben der Ver- pflegung, Bekleidung und Unterbringung der Insassen von Belsen gemeistert. f

Zu lösen waren noch die Aufgaben der seelischen Wieder- aufrichtung, der Wiederherstellung des Vertrauens, des Aus- gleichs eines jahrelangen Ausbildungsausfalls, der"Wieder- gewöhnung von 15 000 Menschen an die Arbeitsfreude; vielen von ihnen mußte beigebracht werden, den Behörden zu ver- trauen und sie zu respektieren, statt sie zu verachten und sie hinters Licht zu führen, und man mußte ihnen klarmachen,

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