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Leute über Büchern oder Zeitungen zu finden. Die Frauen lasen meist Romane oder Liebesgeschichten. Die wirklichen ,, Intellektuellen" waren selten, obwohl ich mich eines jungen Mannes entsinne, der sich über eine deutsche Übersetzung der ,, Brüder Karamasow" hergemacht. hatte.

Bald erkannten wir, daß der großen Masse der Befreiten Unterhaltung und Sport mehr zusagen würde als Bücher. Eva Stojowska, eine polnische Schauspielerin mit zehnjähriger Er­fahrung am Warschauer Nationaltheater, schlug die Zusammen­stellung eines internationalen Kabaretts vor. Die beiden Damen vom Roten Kreuz und ich suchten jedes der Internationalen Komitees auf und baten sie, den Versuch zu unternehmen, Bühnentalente für eine Vorstellung zu mobilisieren, die in der kommenden Woche gegeben werden sollte.

Am 24. Mai gab dieses ,, Internationale Kabarett" seine erste Vorstellung im Speisesaal der Kantine 2 in Lager 3. Sie umfaßte polnische Tänze, einen entzückenden Chor von kleinen russischen Mädchen, die Partisanenlieder und Kinderweisen sangen, einen Chor jugoslawischer Partisaninnen, herb und amazonisch in blauen Hosen und weißen Pullovern, und Opern­arien, gesungen von Eva Stojowska. Eine temperamentvolle, aber ziemlich hagere Ungarin spielte Csárdásmusik mit uner­hörtem Tempo auf ihrer Geige. Sie hatte sich gerade vom Typhus erholt. Ihr Name war Lili Mathé, und sie hatte einmal auf Befehl Josef Kramers vor dem großen Krematorium in Auschwitz gespielt, während Lastwagenladungen von dem Untergang geweihter Männer und Frauen ins Lager rollten.

Für das zweite dieser internationalen Unterhaltungspro­gramme beschlossen wir, das Theaterzelt der Panzerausbildungs­schule zu benutzen. Es war ein riesiges Zelt auf Aluminium­trägern und bot Platz für 800 Personen. Seine hervorragend ausgestattete Bühne, war mit Rampenlicht, Oberlicht und Kulissen versehen. Die Umkleideräume waren in Gestalt von Eisenbahnwagen gebaut und mit Kraft durch Freude " ge­stempelt. Denn dieses ungewöhnliche Theater war auf Befehl von Dr. Ley als Wanderbühne konstruiert worden, um ab­gelegene, Dorfgemeinden aufzusuchen, die keine Einrichtungen für dramatische Darbietungen hatten. Es war in der Zeppelin­

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