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Mitten im Dunkel der Tage ist ein Licht entzündet worden. Ein Engel ist mir im Ghetto erschienen.

Ich lag auf meinem Krankenbett und beschäftigte mich mit zwei Dingen; mit den Mäusen, und mit dem Gedanken an den Tod. Da öffnete sich die Tür der Hütte und Christa trat in den Raum. Ich glaubte zu träumen. Aber sie war es wirklich. Christa, meine Partnerin aus meinem anderen Leben, aus dieser kaum glaublichen Zeit, da ich als Mensch in München lebte und eine Brief­markenhandlung am Stachus hatte.

Christa war in der letzten Zeit, als jede Nachricht von mir ausgeblieben, von großer Unruhe befallen. Sie hatte das Gefühl, mir helfen zu müssen, und da sie das von Bayern aus nicht mehr konnte, festigte sich in ihr der Entschluß, mich in Polen aufzusuchen. Sie kam nicht mit leeren Händen. Sie brachte Wäsche, Kleider, sie brachte Proviant und einige Wertsachen. Jedem an­deren wäre es unmöglich erschienen, die Schwierigkeiten, die sich einer Reise von München ins polnische Ghetto entgegenstellten, zu überwinden. Christa schaffte mit der ihr eigenen Zähigkeit diese einmalige Tat der Hilfs­bereitschaft und ließ sich durch nichts abschrecken. Sie mußte lange suchen, bis sie einen Weg fand, der viel­leicht gangbar wäre. Einer ihrer Bekannten war Beamter der deutschen Verwaltung in Radom. Als dieser Be­kannte einmal in München weilte, vertraute sich Christa ihm an, erzählte ihm mein Schicksal, und fragte ihn schließlich, was er in einem solchen Falle tun würde, um einen Menschen zu retten. Ohne Zögern bekam sie die für einen Beamten des nationalsozialistischen Staates erstaunliche Antwort: ,, Selbstverständlich helfen!" Chri­sta und ihr Bekannter beschlossen dann, alles nur men­

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