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und drohte mehrmals loszuschlagen. Dann raubte er mir meine Brieftasche, die silberne Uhr, einen Füllhalter, Briefmarken und einen kleinen goldenen Ring, ein An­denken an meine Mutter.

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Der schwere russische Winter hat seine Schneedecke über unser armseliges Ghetto gebreitet, ein weites, wei­Bes Leichentuch der Natur liegt über ihren halbver­storbenen Kindern und den Eingescharrten, gleichgültig und kalt, doch nicht so grausam wie der Mensch. Ich mußte weiter auf der Straße arbeiten und die Wege bahnen für die Patrouillen unserer Peiniger. Unzu­reichend gekleidet und ernährt, brach ich schließlich zusammen und liege nun mit einer schweren Lungen­entzündung in unserer Hütte. Ich grüble viel, und mehr als die Furcht vor dem Kommenden beschäftigt mich die Frage nach der Schuld, die Frage nach unserer Schuld und der Schuld der anderen. Ich forsche nach dem Quell der Schuld. Warum wird uns dieses grausame Schicksal zuteil? Immer wieder enden meine Gedanken bei Gott . Ich möchte mich auflehnen gegen seinen Wil­len. Und doch vertraue ich ihm. Es ist seltsam in meiner elenden Lage: Ich glaube, er wird mich retten.

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Immer noch liege ich krank in dieser Hütte, dieser Erdhöhle, in unserer letzten Zuflucht. Frech und un­geniert huschen die Mäuse über das Lager des Kranken; sie achten den Vertriebenen und Gedemütigten, das

7 Littner, Aufzeichnungen

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