Eile. Jede Stunde, jede Minute war kostbar. Fieberhaft arbeiteten wir Nächte hindurch bei spärlichem Kerzen­schein. Wir keuchten. Große Sorge machte uns die aus­gegrabene Erde. Wir trugen sie heimlich hinaus und deckten sie mit Schnee zu. Wir mußten sehr vorsichtig sein, denn die Miliz, die das Ghetto bewachte, beobach­tete mit Taschenlampen die Nacht, und wehe, wenn wir ertappt worden wären. Endlich konnten sich vier Personen in das Erdloch drücken. Als Sitzgelegenheit machten wir einen Lehmsockel und legten Bretter darauf. Das Inventar des Bunkers besteht aus einem Kübel für die Notdurft, einer Kerze und einer Thermos­flasche mit Trinkwasser.

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Wir Juden fürchten den 9. November. Seine Nacht kam heran. Wir blieben auf und waren auf alles vor­bereitet. Um Mitternacht klopfte Oehl ans Fenster. Er flüsterte uns zu, daß die ,, Aktion" begonnen habe. Wie aufgeschreckte Mäuse huschten wir in unser Versteck. Der kranke Mietek weinte und weigerte sich, sein Lager zu verlassen. Kurz entschlossen bandagierte ich ihm die Beine; dann ließen wir den Widerstrebenden hinunter in die dunkle Gruft und legten ihn auf ein Brett. Es war wie das Hinablassen eines Toten. Mietek war in einem erbarmungswürdigen Zustand; er hatte 40 Grad Fieber. Unten im Verließ, im Bunker war es unbeschreiblich. Vier Menschen warteten bangen Herzens, daß droben der Tod vorbeigehe. Die Höhle war viel zu eng; wir atmeten mühselig. Mietek stöhnte und verlangte nach Luft.

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